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08.04.2006

08:20 Uhr

Fußball Bundesliga

Bremer freuen sich auf Bundesliga-Gipfel

Der FC Bayern München weist gegen Spitzenteams in dieser Saison eine schlechte Bilanz auf. Vor dem Bundesliga-Schlager bei Werder Bremen gibt diese Bilanz den Nordlichtern Selbstvertrauen.

Die Partie zwischen Werder Bremen und Tabellenführer Bayern München ist für Fußball-Freunde ein besonderer Leckerbissen. Die Anhänger beider Teams sind vor dem heutigen Bundesliga-Schlager des 29. Spieltages (15.30 Uhr/live bei Premiere) wie elektrisiert, für die Grün-Weißen selber ist die Begegnung offenbar jedoch nichts Besonderes. "Für uns ist ein Spiel gegen die Bayern nicht mehr der alleinige Saisonhöhepunkt", sagt Sportdirektor Klaus Allofs: "Wenn man Gegner wie Barcelona und Juventus Turin hatte, ist das Normalität." Im Blickpunkt der Partie steht Bayern-Keeper Oliver Kahn, der am Freitag von Bundestrainer Jürgen Klinsmann offiziell zur Nummer zwei in der Nationalelf degradiert wurde.

Doch genau diese Mannschaften wollen die Norddeutschen auch in der kommenden Saison wieder empfangen und deshalb ist ein "Dreier" im Kampf um die Champions-League-Teilnahme so wichtig. Platz eins ist aus den Augen und aus dem Sinn. Trainer Thomas Schaaf erklärt: "Ich denke nur an das, was zu greifen ist. Und das ist für uns die direkte Qualifikation."

Bayern weist schlechte Spitzenspiel-Bilanz auf

An die Meisterschaft also denken die Bremer bei zehn Punkten Rückstand auf die Bayern nicht mehr. Der Titelverteidiger steht dennoch unter Druck. Die Degradierung von Torwart Oliver Kahn, die Diskussionen um Michael Ballack, das Aus in der Königsklasse und die miserable Auswärtsbilanz in Spitzenspielen bleiben nicht folgenlos. "Das wird ein heißer Gang, Bremen ist zuhause in der Lage, über sich hinauszuwachsen", weiß Trainer Felix Magath, "wir wollen dort trotzdem die Weichen Richtung Meisterschaft stellen."

Nicht ein Auswärtsspiel bei einer Spitzenmannschaft hat sein Team in dieser Saison gewinnen können. Es gab Niederlagen in Turin, beim AC Mailand und dem Hamburger SV sowie ein Unentschieden bei Schalke 04. "Es ist das letzte Spitzenspiel für uns", sagt Magath, "das wollen wir gewinnen."

BVB-Geschäftsführer Watzke: "Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel"

Während die Bremer die Spitzenpartie "herunterreden" herrscht in Dortmund Endspielstimmung. Die auf Rang sieben platzierte Borussia empfängt im direkten Duell um die Uefa-Cup-Teilnahme das um einen Punkt und Platz bessere Bayer Leverkusen mit Trainer Michael Skibbe. Der musste beim BVB am 4. Februar 2000 seine Sachen packen und kehrt nun erstmals als Bundesligacoach in die Dortmunder WM-Arena zurück. "Ich hatte elf schöne Jahre in Dortmund", sagt Skibbe, "trotzdem wollen wir unseren Lauf aus den letzten beiden Spielen fortsetzen."

"Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel für uns", erklärt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Trainer Bert van Marwijk ergänzt: "Mit einem Sieg bleiben wir im Rennen. Jetzt kommt es drauf an." Denn die Borussen fahren in der kommenden Woche zum Fünften Hertha BSC nach Berlin, ein weiteres direktes Duell um den fünften Rang. Die Hauptstädter haben drei Punkte Vorsprung auf Dortmund und treten am Samstag beim 16. 1. FC Kaiserslautern an.

Kaiserslautern benötigt im Abstiegskampf jeden Punkt

Die Pfälzer brauchen im Kampf gegen den Abstieg jeden Zähler. "Wir haben eine ganz gute Ausgangsposition", meint FCK-Trainer Wolfgang Wolf: "Alle sagen, wir steigen ab." Mitkonkurrent Mainz 05 hat ein Heimspiel gegen Hannover 96 und Eintracht Frankfurt reist zu Arminia Bielefeld, gegen die es am Dienstag dann in Frankfurt auch um den Einzug ins Pokalfinale geht. "Ich werde den einen oder anderen Spieler schonen", sagt Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel und widerspricht sich auf der Stelle: "aber der Klassenerhalt hat absolute Priorität."

Das Kellerduell schlechthin findet in Köln statt, wo der Tabellenletzte FC nach dem Erfolgserlebnis in München wieder an den Klassenerhalt glaubt. Dafür ist aber ein Sieg gegen den formschwachen VfL Wolfsburg Voraussetzung, der letzte Woche gegen den Vorletzten Duisburg über ein Unentschieden nicht hinauskam. "Die Mannschaft ist lernfähig", behauptet "Wölfe"-Trainer Klaus Augenthaler: "Sie weiß, dass sie sich zwei so schlechte Spiele hintereinander nicht leisten kann.´

© SID

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