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27.01.2011

11:05 Uhr

Fußball Bundesliga

BVB holt keinen Kagawa-Ersatz

Borussia Dortmund will für den verletzten Spielmacher Shinji Kagawa keinen Ersatz verpflichten. "Stand jetzt planen wir, niemanden dazuzuholen", sagte Sportdirektor Michael Zorc.

Shinji Kagawa droht das vorzeitige Saisonende. Foto: SID Images/Firo SID

Shinji Kagawa droht das vorzeitige Saisonende. Foto: SID Images/Firo

Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund will für den verletzten Spielmacher Shinji Kagawa keinen Ersatz verpflichten. Er habe mit Trainer Jürgen Klopp diskutiert, sagte Sportdirektor Michael Zorc auf einer Pressekonferenz am Donnerstag: "Stand jetzt planen wir, niemanden dazuzuholen." Zuletzt hatte Jung-Nationalspieler Mario Götze den Japaner erfolgreich ersetzt.

Auch eine mögliche Klage gegen den japanischen Verband plant der BVB nicht. Er wüsste nicht, wofür man Kompensationszahlungen fordern könnte, sagte Zorc: "Wir sind abstellungspflichtig, und dieser Fall ist nicht vergleichbar mit Arjen Robben, in dessen Fall unterstellt wurde, dass der Spieler nicht hundertprozentig fit war. Wir werden sehen, welche Möglichkeiten es gibt, aber Stand jetzt gehen wir davon aus, dass wir keinerlei Ansprüche stellen werden."

Kagawa hatte sich beim Asien-Cup im Halbfinale gegen Südkorea Mitte der zweiten Halbzeit verletzt, war aber erst in der 87. Minute ausgewechselt worden. Wie sich am Donnerstagabend bestätigte, zog er sich einen Mittelfußbruch zu.

Kagawa hatte schon vor seinem Abflug in Doha gesagt, dass er das Schlimmste befürchte. Auch BVB-Trainer Jürgen Klopp geht davon aus, dass der Japaner in der laufenden Saison nicht mehr eingreifen kann. "Wir hatten schon einige im Kader mit dieser Verletzung. Es hat zwar immer unterschiedlich lange gedauert, aber bei keinem kürzer als drei Monate. Das würde bedeuten, dass das Saisonende zu schnell kommt", sagte Klopp: "Wenn die Saison gelaufen ist, gibt es keinen Zeitdruck, dann kann man in Ruhe schauen, was für Shinji das Beste ist. So wie er gebaut ist, hat er noch 14, 15 Jahre Karriere vor sich, und da muss man schauen, dass das alles geregelt ist."

© SID

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