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04.05.2013

17:57 Uhr

Fußball-Bundesliga

Doppelpack von Müller rettet Mainzer

Mit einem umkämpften Unentschieden haben Hannover 96 und der FSV Mainz 05 ihre Chance auf die Eurocup-Teilnahme weiter verringert.

Sicherte Mainz das Unentschieden: Nicolai Müller dpa

Sicherte Mainz das Unentschieden: Nicolai Müller

HannoverHannover 96 kann seine dritte Europa-League-Teilnahme praktisch abschreiben. Das Team von Trainer Mirko Slomka musste am drittletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einem enttäuschenden 2:2 (1:1) gegen den Tabellennachbarn Mainz 05 zufrieden sein. Zudem sah Innenverteidiger Christian Schulz (65. Minute) wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. Durch das Unentschieden verpassten es beide Mannschaften, im Kampf um Platz sechs entscheidenden Boden gut zu machen.

Die Mainzer Führung durch Nicolai Müller (25.) hielt am Samstag vor 47.000 Zuschauern nur zehn Minuten. Der kurz zuvor eingewechselte Artur Sobiech (35.) und Torjäger Mame Diouf (70.) mit seinem elften Saisontreffer schienen das Match zugunsten der Niedersachsen drehen zu können. Doch dann schlug der überragende Müller (79.) in Überzahl zum zweiten Mal zu und bewahrte seine Mannschaft vor einer Niederlage. Für Mainz war es das siebte sieglose Spiel hintereinander.

Beide Mannschaften mussten kurzfristig Umstellungen vornehmen. Für den Österreicher Andreas Ivanschitz rückte Nikita Rukavytskya in die Mainzer Startelf, bei Hannover 96 lief Jan Schlaudraff für den angeschlagenen Didier Ya Konan auf. Nach einer langen Abtastphase, in der die Mainzer einen dichten Abwehrriegel aufboten, sorgte ausgerechnet Schlaudraff für den ersten Aufreger.

Einen katastrophalen Fehlpass des früheren Nationalspielers im Mittelfeld fing Müller ab. Der torgefährliche Mainzer Mittelfeldmann krönte seinen Sololauf mit einem trockenen Schuss aus 15 Metern zur 1:0-Führung. 96-Keeper Ron-Robert Zieler war chancenlos. Kurz vor der Pause bugsierte Müller den Ball erneut an Zieler vorbei über die Torlinie. Diesmal hatte er aber die Hand zur Hilfe genommen, und statt Tor zeigte ihm Schiedsrichter Wolfgang Stark die Gelbe Karte.

Der unerwartete Rückstand rüttelte Hannover 96 auf. Trainer Slomka, neben dem erstmals der neue Sportdirektor Dirk Dufner auf der Bank saß, schickte den Polen Sobiech als neuen Stürmer für den angeschlagenen und völlig wirkungslosen Mohammed Abdellaoue aufs Feld. Eine Maßnahme, die sich bereits eine Minute später auszahlte. Eine präzise Flanke von Schlaudraff, der damit seinen Fauxpas ausbügelte, köpfte Sobiech zum 1:1 ein. Gegenspieler Bo Svensson sah dabei nicht gut aus.

Das überschaubare Spielniveau wurde nach der Halbzeit nicht viel besser, allerdings häuften sich die Torraum-Szenen. Zieler und der Mainzer Keeper Christian Wetklo mussten mehrfach Kopf und Kragen riskieren, um weitere Gegentreffer zu vermeiden. Hannover 96 kämpfte in Unterzahl zwar engagiert, dennoch blieb die Mannschaft erstmals in der Ära von Trainer Slomka in vier Bundesliga-Heimspielen ohne Sieg.

Von

dpa

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