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15.01.2011

17:21 Uhr

Fußball Bundesliga

Gladbach holt wichtigen Dreier in Nürnberg

Der Treffer von Gladbachs Roman Neustädter aus Hälfte eins hat der Borussia im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg am 18. Bundesliga-Spieltag einen wichtigen Sieg beschert.

Hoffnungsschimmer bei Michael Frontzeck: Gladbach siegt gegen Nürnberg. Foto: SID Images/Firo SID

Hoffnungsschimmer bei Michael Frontzeck: Gladbach siegt gegen Nürnberg. Foto: SID Images/Firo

Borussia Mönchengladbach ist ein erster Schritt aus der Krise gelungen. Die Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck gewann beim 1. FC Nürnberg zum Start der Bundesliga-Rückrunde mit 1:0 (1:0) und beendete damit ihre Talfahrt. Nach zuletzt sechs Pflichtspiel-Niederlagen in Folge war es für das Schlusslicht der erste Sieg seit dem 13. November (4:0 beim 1. FC Köln) und erst der dritte Erfolg in dieser Saison überhaupt. Für Nürnberg bedeutete die vierte Heimniederlage nach dem Sieg gegen Hannover 96 vor der Winterpause einen Rückschlag.

Gladbach erwischte vor 37 464 Zuschauern einen Start nach Maß. Nach Flanke von Neuzugang Mike Hanke traf Roman Neustädter mit einer sehenswerten Direktabnahme bereits in der 8. Minute zum entscheidenden 1:0. Neustädter gelang damit sein erstes Bundesliga-Tor überhaupt. Retter des Sieges war Gladbachs Schlussmann Christofer Heimeroth, der vier Minuten vor Spielende einen umstrittenen Foulelfmeter von David Pinola hielt.

Wichtig für Gladbach war neben den drei Punkten auch, dass die bisherige Schießbude der Liga nach 47 Gegentreffern in der Hinrunde diesmal stabil stand. Dies war auch ein Verdienst der neuen Innenverteidiger Martin Stranzl und Havard Nordtveit, die weitgehend souverän agierten.

Reus hat das 2:0 auf dem Fuß

Das frühe Tor gab der Borussia Sicherheit und Auftrieb. Bereits zwei Minuten später hatte Marco Reus das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber an Club-Torwart Raphael Schäfer. Nürnberg war nur kurz geschockt. In der 16. Minute prüfte zunächst Julian Schieber Heimeroth, danach verfehlte Jens Hegeler freistehend nur um Zentimeter das Gäste-Tor.

In der Folgezeit tat sich der 1. FCN aber schwer, Akzente zu setzen. Zum einen fehlten die Ideen des verletzten Ilkay Gündogan. Zum anderen wirkte Gladbach in der ersten Hälfte aktiver und entschlossener als der Club.

Nach dem Wechsel verlagerte sich das Geschehen dennoch mehr und mehr in die Gladbacher Hälfte. Nürnberg machte mehr Druck, die Borussia zog sich weit zurück und lauerte auf Konter. Trotz Überlegenheit schaffte es der Club aber nur selten, gegen die dicht gestaffelte Gladbacher Abwehr klare Chancen herauszuspielen.

Wolf und Schieber vergeben gute Möglichkeiten

Die besten Möglichkeiten vor Pinolas Fehlschuss vom Elfmeter-Punkt vergaben Andreas Wolf (51.) per Kopf und Schieber, der in der 72. Minue in Heimeroth ebenfalls seinen Meister fand. Zudem hatte Gladbach Glück, als Heimeroth einen Ball fallen ließ, den Markus Mendler ins leere Tor schob, Schiedsrichter Babak Rafati aber auf Foul am Gladbacher Keeper entschied.

Gladbachs Trainer Michael Frontzeck zeigte sich nach dem Auswärtssieg erleichtert: "Wir sind nach der kurzen Vorbereitung mit einem guten Gefühl nach Nürnberg gefahren. Die Mannschaft will anpacken und die schwierige Situation meistern. Dies hat man auch gesehen. Bis zur 70. Minute hat mir unser Spiel sehr gut gefallen. Danach hat Nürnberg Druck gemacht und wir hatten in einigen Situationen das nötige Glück, dass wir in der Vorrunde nicht hatten. Die Mannschaft hat sich dies aber auch verdient. Ich bin glücklich, dass wir für eine ordentliche Leistung mit drei Punkten belohnt wurden."

Auf der anderen Seite spricht Dieter Hecking von einer verdienten Niederlage seines Clubs: "Ich war mit der ersten Halbzeit überhaupt nicht zufrieden. Wir hatten keine kreative Situationen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann das gezeigt, was uns stark macht. Wir haben viel Leidenschaft eingebracht, haben bei unseren Chancen aber leider nicht die Konsequenz gehabt. Deshalb ist die Niederlage auch verdient, weil wir es nicht verstanden haben, über 90 Minuten diesen Druck zu machen."

© SID

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