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31.01.2007

08:16 Uhr

Fußball Bundesliga

Heute Fernduell zwischen Bremen und Schalke

Teil zwei des 19. Bundesliga-Spieltages steht heute ganz im Zeichen des Fernduells zwischen Spitzenreiter Werder Bremen und Verfolger Schalke 04. Bremen ist in Leverkusen zu Gast, Schalke erwartet Aachen.

Das Fernduell zwischen Spitzenreiter Werder Bremen und Verfolger Schalke 04 steht im Mittelpunkt der Mittwochsbegegnungen des 19. Bundesliga-Spieltages. Während Schalke vor eigenem Publikum gegen Aufsteiger Alemannia Aachen die vermeintlich leichtere Aufgabe vor der Brust hat, muss sich Werder bei Bayer Leverkusen (alle 20.00 Uhr/live bei arena) beweisen, das seinerseits durch einen Erfolg auf einen Uefa-Cup-Platz vorstoßen kann.

"Bayer ist ein unangenehmer Gegner. Aber wenn man Meister werden will, muss man da auch mal auswärts gewinnen", sagt Bremens Torjäger Miroslav Klose. Der Tabellenführer muss ohne Stammtorwart Tim Wiese auskommen, der von Oberschenkelproblemen geplagt wird. Für Wiese feiert Andreas Reinke sein Bundesliga-Comeback. Der 38 Jahre alte Schlussmann hatte sich im vergangenen Februar im Spiel beim VfB Stuttgart eine schwere Kopfverletzung zugezogen und seitdem kein Erstligaspiel mehr bestritten. "Das wird kein Problem. Andi hat so viel Erfahrung, dass ich mir da keine Sorgen mache", kommentierte Werder-Trainer Thomas Schaaf den unfreiwilligen Torwartwechsel.

Bayer-Coach Skibbe ist optimistisch

Bayer-Coach Michael Skibbe sieht sein Team nicht nur wegen dieser Personalie nach dem 3:2-Kraftakt nach 0:2-Rückstand bei Alemannia Aachen obenauf. "Ich bin aus zwei Gründen optimistisch. Wir haben einen guten Lauf und zudem sind wir einfach mal dran", so der frühere DFB-Trainer, der seinerseits den verletzten brasilianischen Abwehrspieler Roque Junior ersetzen muss.

Auch Bernd Schneider, Doppeltorschütze auf dem Tivoli, traut seinem Team einiges zu. "Werder ist derzeit vielleicht die beste Mannschaft der Liga. Aber wenn wir eine ähnliche Leistung wie im Hinspiel zeigen und dann noch unsere Chancen besser verwerten, ist für uns was drin", meinte der Nationalspieler mit Blick auf das 1:2 im vergangenen Sommer.

Schalke gelassen

Auf Schalke sieht man der Aufgabe gegen Aachen gelassen entgegen. "Wir haben nun eine sehr gute Ausgangsposition bei neun Heimspielen und sieben Auswärtsspielen. Bis zum Titel ist es aber noch ein langer harter Weg", meinte Manager Andreas Müller, der ebenso wie Trainer Mirko Slomka davor warnt, Aachen zu unterschätzen. Die Alemannia muss auf Nationalspieler Jan Schlaudraff verzichten, der sich mit einem Magen-Darm-Virus abmelden musste. Wohl nicht nur deshalb glaubt Alemannia-Trainer Michael Frontzeck: "Auf Schalke sind wir nicht der Favorit."

Viel Brisanz im Duell des HSV gegen Cottbus

Brisanz steckt auch in der Begegnung zwischen Abstiegskandidat Hamburger SV und Aufsteiger Energie Cottbus: "Jetzt müssen Siege her", forderte HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann unmissverständlich von seinem Coach Thomas Doll, der mit seinem Team beim 1:1 in Bielefeld den Start der angekündigten Aufholjagd verpasst hatte. Immerhin die Fans halten dem Traditionsklub, bei dem der begnadigte Abwehrspieler Thimothee Atouba zunächst wohl auf der Bank sitzen wird, noch die Treue. Im Vorfeld waren bereits 48 000 Tickets abgesetzt. Eventuell können sie auch das Bundesliga-Debüt des kroatischen WM-Teilnehmers Ivica Olic verfolgen, der kurzfristig verpflichtet worden war.

Dortmund mit Euphorie nach Mainz

Am Mainzer Bruchweg wollen hingegen sowohl Gastgeber FSV 05 als auch Borussia Dortmund ihren zum Rückrundenstart angedeuteten Aufwärtstrend bestätigen. "Die Rakete ist gestartet", jubilierte FSV-Manager Christian Heidel nach dem 1:0 beim VfL Bochum, dass der neuen BVB-Trainer Jürgen Röber live auf der Tribüne verfolgt hatte. "Wir müssen höllisch aufpassen. Vor allem auf Mohamed Zidan, vom dem eine stetige Gefahr ausgeht", sagte Röber, der noch um Alexander Frei bangt. Der beim 3:2 gegen Bayern München an allen BVB-Treffern beteiligte Schweizer konnte zu Wochenbeginn wegen Achillessehnenproblemen nicht trainieren.

Berlin in Hannover gefordert

Ein Bein stellen will Hannover dem Uefa-Cup-Aspiranten Hertha BSC Berlin, obwohl der Rückrundenstart mit dem 0:3 in Bremen nicht viel Positives verhieß. "Werder ist nicht unser Maßstab. Gegen Hertha und dazu noch zu Hause muss für uns etwas drin sein", verkündete 96-Coach Dieter Hecking, der mit seinem Team bislang nur einen Heimsieg feiern konnte. Auf Seiten der Hauptstädter fehlen der gesperrte Dick van Burik sowie die verletzten Josip Simunic und Stammtorwart Christian Fiedler. Desweitern steht hinter Nationalspieler Malik Fathi ein Fragezeichen.

© SID

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