Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.01.2010

11:47 Uhr

Fußball Bundesliga

Hitzlsperger litt unter Babbels Rotationsprinzip

Nach der Entlassung von Trainer Markus Babbel beim VfB Stuttgart hat Thomas Hitzlsperger verbal nachgetreten. Der Nationalspieler kritisierte das Rotationsprinzip des 37-Jährigen.

Opfer des Rotationsprinzips: Thomas Hitzlsperger. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Opfer des Rotationsprinzips: Thomas Hitzlsperger. Foto: Bongarts/Getty Images

Nationalspieler Thomas Hitzlsperger vom Bundesligisten VfB Stuttgart hat sich kritisch mit Ex-Coach Markus Babbel auseinandergesetzt. Dieser hatte den 27-Jährigen als Kapitän der Schwaben abgesetzt. "Der Trainer hat immer gesagt, dass ich ein guter Kapitän sei. Plötzlich war ich es nicht mehr. Logisch, dass man sich da auch ein Stück weit als Opfer der Gesamtsituation sieht. Markus sagte, er wolle so Druck von mir nehmen. Ich habe ihm erklärt, dass dies aus meiner Sicht der falsche Schritt ist. Er wollte aber ein Zeichen setzen", sagte Hitzlsperger im Interview mit Sport Bild.

Der Mittelfeldakteur habe unter dem Rotationsprinzip von Babbel, der inzwischen durch Christian Gross beim VfB ersetzt wurde, gelitten: "Mehr Vertrauen wäre sicher wünschenswert gewesen. Teils wurden sieben Positionen zum Spiel davor verändert. Wir waren nicht eingespielt. Mir hat das nicht gut getan. Schon gar nicht als Kapitän. Da sollte eine enge Bindung zum Trainer da sein. Doch wenn man früh ausgetauscht wird, verunsichert das einen."

Hitzlsperger macht sich als Kapitän keinen Vorwurf

Der 27-Jährige machte allerdings auch keine Geheimnis daraus, dass seine Leistung nicht gestimmt habe. Er müsse sich vorwerfen, "dass ich nicht gut Fußball gespielt habe. Als Kapitän kann ich mir keinen Vorwurf machen", so Hitzlsperger, der auch Kritik am Verhalten der Mannschaft äußerte: "Wir haben nicht alle gleichzeitig an das Team gedacht. Es waren einige dabei, die ihre persönlichen Ziele vor die der Mannschaft gestellt haben. Ich habe es vor der Mannschaft oft angesprochen, dass Respekt voreinander ein ganz wichtiger Punkt ist."

Er wehrte sich außerdem gegen den Vorwurf, er mache sich zu viele Gedanken. "Die Wortwahl ist einfach negativ belegt. Das hat etwas von "Der hat ein Kopf-Problem". Und das entspricht einfach nicht der Wahrheit. Ich habe diese Diskussion wieder monatelang ertragen müssen. Aber jetzt habe ich mich daraus befreit", so Hitzlsperger.

Gross "zeigt sich permanent"

Der schussgewaltige ehemalige England-Legionär lobt den neuen Chefcoach Gross. "Er fragt die Spieler viel, er sitzt nicht bis zum Trainingsstart abgeschottet alleine in der Kabine. Er will alles aus der Mannschaft wissen. Er zeigt sich permanent", sagte Hitzlsperger.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×