Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.01.2008

12:01 Uhr

Fußball Bundesliga

Hoeneß: mit "solidem Handwerk" auf Europas Thron

Manager Uli Hoeneß will mit dem FC Bayern München unbedingt noch einmal die Champions League gewinnen. Statt üppiger Investitionen durch Eigentümer wie Roman Abramowitsch soll "solides Handwerk" zum Erfolg führen.

Klare Vorstellungen zur Verwirklichung der Rückkehr in die europäische Spitze hat Manager Uli Hoeneß vom deutschen Rekordmeister Bayern München. Mit solidem finanziellen Handwerk will der 56-Jährige noch einmal die Champions-League-Trophäe an die Säberner Straße holen.

Champions-League-Sieg das "allerhöchste Ziel"

"Es ist mein allerhöchstes Ziel, noch mal die Champions League zu gewinnen. Vor allem, um zu beweisen, dass man nicht unbedingt das Geld von milliardenschweren Eigentümern wie Abramowitsch braucht, sondern dass man es auch mit solidem Handwerk schafft", sagte Hoeneß auf dem Neujahrsempfang eines Sponsors.

Der Manager glaubt indes nicht, dass Hitzfeld nach seinem Abschied im Sommer aus München die Nationalmannschaft der Schweiz übernehmen wird. "Ich glaube nicht, dass die Schweizer sich auf den Ottmar freuen können. Ich glaube, dass der bei Premiere Spiele kommentieren wird", sagte der 56-Jährige auf der Veranstaltung einem Bericht der Abendzeitung zufolge.

Beckenbauer drückte unterdessen sein Bedauern über den Abgang Hitzfelds und die Art und Weise des Bekanntwerdens aus. "Diese frühe Bekanntgabe hat mich überrascht. Man hat doch gesagt, dass man sich in Marbella zusammensetzt", erklärte der "Kaiser" in der Sport Bild und fügte hinzu: "Es ist schade, dass man jetzt getrennte Wege geht." Ursprünglich hatten die Bayern angekündigt, sich erst nach dem Trainingslager in Südspanien Mitte Januar zu dem Thema äußern zu wollen.

Beckenbauer zeigt Verständnis: "Das hältst du ja gar nimmer aus."

Allerdings hat der Aufsichtsratsvorsitzende auch Verständnis für den Abgang des Trainers, der am kommenden Samstag seinen 59. Geburtstag feiern wird. "Was dich zermürbt, ist dieses tägliche Business. Das ganze Drumherum, das wird immer schwieriger. Das hältst du ja gar nimmer aus", sagte Beckenbauer weiter und blickte voraus: "Der Ottmar ist ein kluger Kopf, der weiß genau, was er will. Er war die letzten Wochen nicht sehr glücklich. Er geht auf die 60 zu. Da gibt es angenehmere Herausforderungen. Zum Beispiel Nationaltrainer."

Hitzfeld plagen derweil erste Personalsorgen. Mittelfeldspieler Ze Roberto knickte im Training um und zog sich eine Bänderdehnung im rechten Sprunggelenk zu. Der Brasilianer wird zunächst eine dreitägige Trainingspause einlegen und steht im ersten Bayern-Testspiel des Jahres beim Zweitligisten FC Augsburg am Mittwochabend damit nicht zur Verfügung. Ebenfalls nicht möglich war das Mitwirken der grippekranken Franck Ribery, Daniel van Buyten und Lukas Podolski. Alle vier betroffenen Spieler sollen aber genauso wie Marcell Jansen nach seiner Sprunggelenksoperation am Sonntag mit ins Trainingslager nach Marbella fliegen.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×