Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.01.2007

21:52 Uhr

Fußball Bundesliga

HSV auf dem Tiefpunkt angekommen

Nach dem zwölften Remis der Bundesliga-Saison ist der Hamburger SV zum Abstiegskandidaten Nummer eins geworden und hat die „Rote Laterne“ vom FSV Mainz übernommen. Die völlig verunsicherten Hanseaten provozierten mit ihrem erneut enttäuschen Auftritt beim 1:1 (1:1)-Unentschieden gegen den braven Aufsteiger Energie Cottbus den Rauswurf ihres Trainers Thomas Doll förmlich. Die abstiegsbedrohten Hanseaten warten damit immer noch auf den ersten Heimsieg der laufenden Saison.

Hamburgs Ljuboja gewinnt einen Zweikampf gegen Szelesi. Foto: dpa dpa

Hamburgs Ljuboja gewinnt einen Zweikampf gegen Szelesi. Foto: dpa

Dabei erwischten die Platzherren vor 52 484 Zuschauern in Hamburg einen Start nach Maß. Schon nach vier Minuten verwandelte der Argentinier Juan Pablo Sorin einen Foulelfmeter zur 1:0-Führung für die Norddeutschen. Energie-Abwehrspieler Igor Mitreski hatte zuvor den tschechischen Nationalspieler David Jarolim zu Fall gebracht. Doch nur fünf Minuten später war es mit der Freude bei den Hamburgern schon wieder vorbei. Sergiu Radu nutzte einen Stellungsfehler von HSV-Verteidiger Joris Mathijsen und spitzelte den Ball an Torhüter Frank Rost vorbei.

Ohne den gesperrten Spielregisseur Rafael van der Vaart fehlte den Gastgebern über die gesamte Spielzeit hinweg die zündenden Ideen. Das Doll-Team erarbeitete sich zwar eine unübersehbare Feldüberlegenheit, doch die wenigen Torgelegenheiten wurden zumeist überhastet vergeben. So schoss Danijel Ljuboja in der 29. Minute einen Freistoß knapp vorbei, 60 Sekunden später traf Collin Benjamin nur den Außenpfosten.

Auch nach dem Seitenwechsel fehlte dem HSV vor dem gegnerischen Tor weiterhin das Glück. Die größte Gelegenheit zum erlösenden Siegestreffer vergab in der 64. Minute der eingewechselte Boubacar Sanogo, der freistehend an Cottbus-Torhüter Tomislav Piplica scheiterte. In der 69. Minute tauchte der erst am Dienstag verpflichtete Kroate Ivica Olic erstmals gefährlich vor dem Gästetor auf, sein Schuss wurde jedoch vom Cottbuser Mannschaftskapitän Kevin Mckenna in letzter Sekunde abgeblockt.

Den Hamburgern, die ihren letzten Heimsieg am 9. April vergangenen Jahres feiern konnten, war das Bemühen nicht abzusprechen, doch die Aktionen wirkten zu schematisch, um das Team von Coach Petrik Sander ernsthaft in Schwierigkeiten bringen zu können. Der Neuling beschränkte sich weitgehend auf konzentrierte Abwehrarbeit und kam damit in Hamburg zu einem etwas schmeichelhaften, aber nicht unverdienten Unentschieden. Viele Besucher hatten schon vor der Partie ihrem Unmut gegenüber Trainer Doll Luft gemacht und auf Plakaten und Transparenten die Verpflichtung des erst wenige Stunden zuvor in München entlassenen Hamburger Ex-Coach Felix Magath gefordert.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×