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25.03.2006

17:26 Uhr

Fußball Bundesliga

HSV kann gegen Dortmund einfach nicht gewinnen

Der Hamburger SV konnte am 27. Spieltag der Bundesliga die "schwarze" Serie gegen Borussia Dortmund nicht beenden. Die Gäste aus dem Ruhrgebiet gewannen 4:2. Den letzten Heimsieg gegen den BVB feierte der HSV 1997.

Angstgegener Borussia Dortmund hat sich für den Hamburger SV auf dem angestrebten Weg in die Champions League als Stolperstein erwiesen. Die Westfalen setzten sich in einer spannenden Partie am Ende etwas glücklich mit 4:2 (1:1) beim HSV durch und behalten mit dem zweiten Auswärtssieg der Saison ihre erstklassige Bilanz in der Hansestadt.

Ebi Smolarek (25.), Tomas Rosicky (68. und 90.) sowie Florian Kringe (83.) waren für die Elf von Trainer Bert van Marwijk erfolgreich, die nun wieder gute Chancen auf die Teilnahme am Uefa-Cup hat. Für den HSV, dessen Meisterschafts-Chancen nach der dritten Heimniederlage der laufenden Spielzeit nun wohl endgültig dahin sind, waren Benjamin Lauth (35.) und Ailton mit seinem ersten Tor für die Hanseaten (67.) erfolgreich.

Seit dem Mai 1997 hatten die Gastgeber gegen den BVB zu Hause nicht mehr gewinnen können. Entsprechend selbstbewusst begannen die Schwarz-Gelben die Partie vor 56 000 Zuschauern in der ausverkauften Hamburger WM-Arena. Obwohl der BVB in der Rückrunde auf fremden Platz zuvor noch kein Tor erzielt hatte, bestimmte er in der Anfangsphase eindeutig das Geschehen.

Die Dortmunder attackierten die Hamburger mit aggressivem Forechecking bereits tief in deren Hälfte und ließen den HSV damit zunächst kaum ins Spiel kommen. Klare Torgelegenheiten konnten sich die Gäste aber zunächst auch nicht erarbeiten. Dennoch gingen sie in der 25. Minute verdient in Führung, als Smolarek nach einer Flanke von Dede erstmals seit dem ersten Rückrundenspieltag wieder traf und gleichzeitig nach 769 Minuten die Torflaute der Dortmunder Stürmer beendete.

Erst nach dem Rückstand fanden die Hanseaten besser ins Spiel. In der 27. Minute gab Sergej Barbarez den ersten Schuss auf das nach seiner überstandener Knieverletzung wieder von Roman Weidenfeller gehütete BVB-Tor ab. Fünf Minuten später verpasste Lauth ein Zuspiel von Rafael van der Vaart nur knapp, bevor der ehemalige Münchener nach einer Flanke von Rene Klingbeil mit einem sehenswerten Flugkopfball traf und damit bereits sein viertes Pflichtspieltor in Folge erzielte.

Nach dem Wechsel lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Die Partie gewann nun immer mehr an Spannung und Klasse. Die Gastgeber übernahmen dabei zunächst immer mehr das Kommando, während Dortmund auf Konterchancen wartete. Die Führung durch Ailton, der damit sein erstes Bundesliga-Tor seit Mai 2005 erzielte, war verdient, hielt aber nur 60 Sekunden.

Schon im Gegenzug nutzte Rosicky mit einem Schuss aus 17 Metern unhaltbar in den Winkel eine Unachtsamkeit der HSV-Deckung. Auch in der Folge suchten beide Mannschaften weiterhin ihre Chance. Dabei wirkte in der Schlussphase der BVB sogar etwas entschlossener und ging durch den "Sonntagsschuss" von Kringe erneut in Führung (83.), bevor Rosicky in der Nachspielzeit den Schlusspunkt setzte.

© SID

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