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18.03.2006

17:21 Uhr

Fußball Bundesliga

HSV rückt den Bayern auf die Pelle

Am 26. Spieltag der Bundesliga hat der Hamburger SV den Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München auf drei Punkte verkürzt. Drei Tage nach dem Uefa-Pokal-Aus feierte der HSV einen 1:0-Auswärtssieg beim VfL Wolfsburg.

Mehdi Mahdavikia vom HSV freut sich über einen Treffer. FOTO: dpa dpa

Mehdi Mahdavikia vom HSV freut sich über einen Treffer. FOTO: dpa

Der Hamburger SV hat Tabellenführer Bayern München und Verfolger Schalke 04 vor deren direktem Duell am Sonntag gehörig unter Druck gesetzt und steht nach dem 1:0 (1:0)-Erfolg beim VfL Wolfsburg bereits als Sieger des 26. Spieltages fest. Benjamin Lauth sorgte mit seinem Treffer in der 22. Minute bereits für den achten Auswärtserfolg der Hamburger in der laufenden Saison und dem ersten "Dreier" in Wolfsburg seit dem Oktober 2001. Die Gastgeber mussten dagegen die erste Heimniederlage unter Trainer Klaus Augenthaler hinnehmen und geraten damit immer stärker in akute Abstiegsgefahr.

Hanke frühzeitig verletzt ausgewechselt

Die Partie begann für die Gastgeber mit einem Schock. Bereits in der neunten Minute verletzte sich Nationalspieler Mike Hanke bei einem Kopfballduell mit Daniel van Buyten und musste acht Minuten später mit einer schweren Prellung im Beckenbereich ausgewechselt werden. Der Angreifer wurde noch während des Spiels in einem Krankenhaus untersucht, damit ist auch sein Einsatz für die deutsche Nationalmannschaft am Mittwoch gegen die USA gefährdet.

Die Niedersachsen verloren damit auch ihren zweiten torgefährlichen Stürmer. Der Argentinier Diego Klimowicz saß nach seiner Adduktorenverletzung zunächst nur auf der Bank und wurde erst in der 67. Minute eingewechselt. Entsprechend harmlos waren die Angriffsbemühungen der Grün-Weißen, die im ersten Durchgang lediglich durch Hans Sarpei (7.) und Juan Menseguez (16.) kleine Torgelegenheiten hatten.

Der HSV stand in der Verteidigung insgesamt sehr sicher und bekam die Partie mit zunehmender Spielzeit immer besser in den Griff. Einen ersten Warnschuss gab Nigel de Jong in der 21. Minute ab. Den Schuss des Niederländers aus kurzer Distanz wehrte VfL-Keeper Simon Jentzsch allerdings mit einem akrobatischen Reflex noch ab. Eine Minute später war er allerdings machtlos, als Lauth bei einem Konter von Sergej Barbarez erstklassig freigespielt wurde und sicher aus halblinker Position vollendete. Es war bereits der dritte Treffer in Folge für den lange Zeit kriselnden HSV-Stürmer.

Barbarez verpasst vorzeitige Entscheidung

In der Folge verpassten es die Hanseaten, frühzeitig alles klar zu machen. Bei einem Konter traf Rafael van der Vaart nur das obere Tornetz (25.). Der niederländische Spielmacher hatte auch mit einem Freistoß in der 32. Minute Pech, der nur knapp am langen Pfosten vorbei strich. Die größte Gelegenheit vergab unmittelbar vor der Pause Barbarez, der völlig frei vor Jentzsch das Leder am Tor vorbei hob.

Nach der Pause drängte der VfL verstärkt auf den Ausgleich. Dabei wollte auch Marian Christow mithelfen, der in der 57. Minute eingewechselt wurde und damit eineinhalb Jahre nach seiner Zwangspause wegen schwerer Knieverletzungen sein Comeback in der Bundesliga feierte. Die Hamburger konnten ihren knappen Vorsprung allerdings lange Zeit sicher verwalten und kamen zunächst nicht wirklich in Torgefahr. Drei Tage nach dem unglücklichen Aus im Uefa-Cup gegen Rapid Bukarest versäumten sie es in der zweiten Halbzeit aber, energischer ihre Konterchancen für einen zweiten Treffer zu suchen.

© SID

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