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22.01.2011

17:23 Uhr

Fußball Bundesliga

Kjaer erlöst den VfL Wolfsburg

Mainz 05 hat auch das zweite Spiel der Rückrunde verloren. Die Rheinhessen unterlagen am 19. Bundesliga-Spieltag dem VfL Wolfsburg durch ein Tor von Simon Kjaer mit 0:1 (0:0).

Der Mainzer Andre Schürrle (r.) und Josue kämpfen um den Ball. Foto: SID Images/AFP/Daniel Roland SID

Der Mainzer Andre Schürrle (r.) und Josue kämpfen um den Ball. Foto: SID Images/AFP/Daniel Roland

Der VfL Wolfsburg ist erlöst. Nach sieben Unentschieden in Serie gewann der deutsche Meister von 2009 beim FSV Mainz 05 1:0 (0:0) und nahm seinen Trainer Steve Mcclaren damit zumindest vorerst aus der Schusslinie. Der Däne Simon Kjaer (82.) sicherte den Sieg mit seinem ersten Bundesliga-Tor. Mainz bleibt trotz der Niederlage in der Spitzengruppe. "

Der FSV begann offensiv und setzte Wolfsburg gleich unter Druck. Einen Schuss des Jung-Nationalspielers Andre Schürrle (3.) blockte Sascha Riether unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw in höchster Not ab. Sami Allagui (22.) verfehlte aus 20 Metern das Tor.

Im Anschluss kamen die Gäste etwas besser ins Spiel. Diego war bemüht, das Offensivspiel zu ordnen, Torchancen blieben aber Mangelware. Der Brasilianer Grafite war im Sturm zumeist auf sich allein gestellt.

Trainer Thomas Tuchel zeigte sich unzufrieden mit dem Ausgang der Partie: "Wir sind sehr enttäuscht. Wir haben zu jeder Phase die Partie dominant gestalten können. Vor dem Gegentor haben wir nur eine Torchance durch Grafite zugelassen. Aber wir müssen natürlich auch mal wieder ein Tor erzielen. Zu einer guten Leistung gehören auch Tore und Ergebnisse."

Wolfsburg mit einer Änderung

Bei Wolfsburg hatte Mcclaren nach dem 1:1 zum Rückrundenauftakt gegen den deutschen Meister Bayern München eine Änderung vorgenommen. Tolga Cigerci rückte für den Brasilianer Cicero ins Mittelfeld. Riether musste nach 34 Minuten mit Knieproblemen ausgewechselt werden.

Bei Mainz saß Mittelfeldregisseur Lewis Holtby nach seiner Gehirnerschütterung bei der 0:1-Niederlage beim VfB Stuttgart bis zur 63. Minute auf der Bank. FSV-Coach Thomas Tuchel setzte auf eine offensive Aufstellung. Die Stürmer Adam Szalai und Allagui rückten in die Startelf.

Doch auch nach dem Seitenwechsel sahen die etwa 20 000 Zuschauer im Bruchwegstadion eine Begegnung auf mäßigem Niveau. Beide Mannschaften konnten kaum spielerische Akzente setzen. Mainz wurde noch einmal etwas stärker, ohne Wolfsburg aber in große Bedrängnis zu bringen. Die beste Gelegenheit hatte noch Szalai (66.) mit einem Hackentrick. Auf der Gegenseite scheiterte Grafite (75.) an FSV-Torhüter Heinz Müller. Dann schlug Kjaer zu.

Wolfsburgs Coach Mcclaren war sich der Bedeutung des Sieges bewusst: "Dieser Sieg ist wichtig für die Moral. Wir sind natürlich erleichtert. Die Spieler haben alle füreinander gekämpft. Die Mannschaft ist stark in die Zweikämpfe reingegangen. Das hat den Ausschlag gegeben. Es war ein großer Schritt vorwärts."

© SID

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