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05.01.2006

15:11 Uhr

Fußball Bundesliga

Magath strebt nach noch mehr Erfolgen

Der deutsche Rekordmeister Bayern München hat mit einem Tag Verspätung das Training zur Bundesliga-Rückrunde aufgenommen. Coach Felix Magath gab die Parole aus, 2006 "noch erfolgreicher zu sein als im letzten Jahr".

Mit großen Zielen und einem Tag Verspätung hat Herbstmeister Bayern München das Training wieder aufgenommen. Coach Felix Magath schickte gleich eine Kampfansage in Richtung der Konkurrenz. "Wir wollen noch erfolgreicher sein als im letzten Jahr", verkündete der ehemalige Nationalspieler. Jedem Spieler solle bewusst sein, dass man trotz der Rekorde von 2005 nicht alles richtig gemacht habe.

Auch Uli Hoeneß strahlte große Zuversicht für den zweiten Saisonabschnitt aus: "Wir können sehr, sehr optimistisch in die Zukunft schauen", sagte der Manager und begründete seine positive Stimmung mit den weitgehend abgeschlossenen Vertragsgesprächen.

"Kein neuer Trend" bei Ballack

Weiterhin völlig offen ist allerdings weiter, ob sich Mittelfeldstar Michael Ballack für einen kolportieren Wechsel zum spanischen Rekordmeister Real Madrid entscheidet oder nicht. "Da weiß ich nichts Neues, da gibt es keinen neuen Trend", sagte Hoeneß, der über die Feiertage nach eigenen Angaben keinen Kontakt zum Kapitän der deutschen Nationalmannschaft hatte.

Auch die laut Medienberichten bereits perfekte Vertragsverlängerung des französischen Nationalspielers Willy Sagnol steht noch aus. "Ich bin zuversichtlich, dass wir da eine gute Lösung finden", sagte Hoeneß. Im Trainingslager in Dubai, wohin die Bayern am Freitagabend aufbrechen, soll die abschließende Einigung mit Sagnol erzielt werden. Der ursprünglich vom Franzosen angestrebte Wechsel zum italienischen Meister Juventus Turin ist offenbar vom Tisch. Ebenfalls steht noch eine Einigung mit Ze Roberto aus.

Magath, der seinem Team entgegen der ursprünglichen Planungen einen Tag mehr Urlaub gegeben hatte, freute sich unterdessen über die Spielfreude seiner Profis bei der ersten lockeren Trainingspartie vor dem ersten Test am Donnerstagabend bei Zweitligist Rot-Weiß Erfurt: "Ein Zeichen, dass die Pause offenbar ausgereicht hat".

Santa Cruz, Karimi, Lucio und dos Santos fehlen noch

Nicht beim Auftakt dabei waren der langzeitverletzte Roque Santa Cruz, Neuzugang Julio dos Santos, Ali Karimi (stößt in Dubai zur Mannschaft) und Lucio (Magenbeschwerden). Nach seinem Kreuzbandriss bleibt Santa Cruz noch bis zum 14. Januar (Samstag) in seiner Heimat Paraguay, sein Landsmann dos Santos erledigte am Donnerstag die letzten Formalitäten, um einen spanischen Pass zu erhalten. Wie dos Santos soll auch Lucio am Freitag ins Training einsteigen.

Für das Trainingslager in den Vereinigten Arabischen Emiraten müssen die Bayern allerdings umdisponieren. Ein für Mittwoch (11. Januar) vereinbartes Testspiel gegen eine arabische Auswahl musste nach dem Tod von Scheich Maktum Ben Rasched El Maktum abgesagt werden. Arabische Mannschaften dürfen wegen der Staatstrauer um den bisherigen Vizepräsidenten und Regierungs-Chef eine Woche lange weder spielen noch trainieren.

Dagegen wird die Partie bei Ali Karimis Ex-Verein Persepolis Teheran wie geplant am 13. Januar stattfinden. Hoeneß verteidigte denn auch den Kurzbesuch im politisch derzeit weitgehend isolierten Iran: "Wir haben keine Einladung von der politischen Führung, sondern von einem Fußball-Verein bekommen", sagte der Weltmeister von 1974 und fügte hinzu: "Indem man einfach Sachen boykottiert, hat man Probleme noch nie gelöst."

© SID

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