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15.01.2010

13:48 Uhr

Fußball Bundesliga

Mit Hoeneß auf der Bank zurück an die Spitze

Dieter Hoeneß, neuer Vorsitzender der Geschäftsführung beim deutschen Meister VfL Wolfsburg, wird bei den Spielen auf Wunsch von "Wölfe"-Coach Armin Veh auf der Bank Platz nehmen.

Von der Tribüne auf die Bank: Dieter Hoeneß. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Von der Tribüne auf die Bank: Dieter Hoeneß. Foto: Bongarts/Getty Images

Kurzfristig ein Sieg in Stuttgart, mittelfristig die Qualifikation fürs internationale Geschäft und langfristig ein Platz unter Deutschlands Top-Klubs: Dieter Hoeneß hat mit dem VfL Wolfsburg viel vor und will gleich am Samstag damit anfangen. "Das erste Ziel ist ein Sieg beim VfB Stuttgart", sagt der neue Manager des deutschen Fußball-Meisters vor seinem ersten Bundesligaspiel in Amt und Würden seit sieben Monaten.

Wenn die "Wölfe" zum Rückrundenstart am Samstag (15.30 Uhr/live bei Sky und Liga total) beim Ex-Klub von Trainer Armin Veh antreten, soll nach den Vorstellungen von Hoeneß die Aufholjagd Richtung Europacup-Plätze beginnen. "Wir wollen ins internationale Geschäft, auch wenn das bei sechs Punkten Rückstand auf Rang fünf sicher kein Selbstläufer ist", erklärt der neue starke Mann der Niedersachsen.

Seinen Einfluss beim VfL demonstriert der ehemalige Hertha-Manager auch dadurch, dass er nach längerer Abstinenz wieder auf die Bank zurückkehrt und künftig neben Veh Platz nehmen wird. "Armin Veh wollte, dass ich neben ihm auf der Bank sitze. Also sitze ich auf der Bank", so der 57-Jährige. Während seines 13-jährigen Engagements in Berlin hatte Hoeneß lange Zeit ebenfalls neben den Trainern gesessen, zuletzt aber aufgrund von Differenzen mit Herthas Ex-Coach Lucien Favre den Platz auf der Tribüne vorgezogen.

"Ich bin eine Unterstützung"

Probleme mit Veh soll es trotz dessen geschwächter Position nicht geben. "Armin Veh ist in erster Linie Trainer, und das ist ein sehr aufwendiger Job. Deshalb bin ich eine Unterstützung", erklärt Hoeneß. Ähnlich sieht es Veh: "Es war aus meiner Sicht absolut notwendig, jemanden zu holen. Um den VfL in einer Spitzenposition zu halten, sind nicht immer nur sportliche Ergebnisse ausschlaggebend. Dieter Hoeneß hat ein Profil, er wird den Verein voranbringen."

Als erste offizielle Amtshandlung könnte Hoeneß in den kommenden Tagen die eine oder andere Neuverpflichtung für die Wolfsburger vornehmen. So steht der Klub offenbar in bereits fortgeschrittenen Verhandlungen mit dem Ligarivalen Schalke 04 über einen Wechsel der beiden Abwehrspieler Benedikt Höwedes und Rafinha. Laut Bild sind als Ablösesumme für das Duo 20 Mill. Euro im Gespräch. Hoeneß hält sich dazu allerdings bedeckt: "Das kommentiere ich nicht."

Beim Hauptsponsor VW ist man durchaus bereit, weitere Mill. in die Mannschaft zu investieren, damit Hoeneß die ehrgeizigen Ziele umsetzen kann. "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Dieter Hoeneß. Er wird einen wichtigen Beitrag leisten, dass sich der VfL dauerhaft im vorderen Bereich der Bundesliga etablieren wird", sagt der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Stephan Grühsem: "In seinen 18 Jahren als Manager beim VfB Stuttgart und bei Hertha BSC Berlin hat er bewiesen, wie man einen Verein erfolgreich führen kann. Von seiner Erfahrung wird der VfL profitieren."

© SID

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