Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.01.2007

15:09 Uhr

Für den abstiegsbedrohten Hamburger SV setzt sich die Misere auch in der Rückrunde fort. Die Elf von Trainer Thomas Doll musste sich nach einem Gegentreffer von Marcio Borges zwei Minuten vor Schluss mit einem 1:1 (1:0) bei Arminia Bielefeld begnügen und bleibt mit nur 14 Punkten Tabellenvorletzter. Damit wartet der HSV seit nunmehr zehn Partien in der Bundesliga auf ein Erfolgserlebnis.

Aber auch die Arminia blieb knapp eine Woche nach der Abschiedsankündigung von Coach Thomas von Heesen nun schon zum sechsten Mal in Serie ohne Erfolg und muss sich allmählich wieder nach unten orientieren. Zunächst hatte es sogar nach einem HSV-Sieg ausgesehen, nachdem der Serbe Danijel Ljuboja in der zehnten Minute getroffen hatte.

Vor 26 601 Zuschauern in der zum dritten Mal in dieser Saison ausverkauften Bielefelder Arena unterliefen den Gästen in der Anfangsphase zahlreiche Missgeschicke, die an die katastrophale Hinserie erinnerten. Zunächst blockte Nigel de Jong den ersten Hamburger Torschuss von Collin Benjamin im Abseits stehend ab (6.). Eine Minute später schoss Torhüter Frank Rost, der sein Bundesligadebut für den HSV gab, den Ball nach einem katastrophalen Fehlpass von Bastian Reinhardt beim Klärungsversuch genau in die Füße des Bielefelders David Kobylik, der daraus jedoch kein Kapital schlagen konnte.

Um so größer war die Erleichterung bei den Gästen als die einen katastrophalen Schnitzer der Bielefelder eiskalt zur Führung nutzten. Heiko Westermann rutschte aus, der sehr starke Alexander Laas bediente reaktionsschnell Ljuboja, der Arminen-Keeper Mathias Hain mit einem Linksschuss von der Strafraumgrenze keine Chance ließ. Der Treffer gab dem HSV nach zuvor nur zwei Siegen in 26 Pflichtspielen die erhoffte Sicherheit. Überraschenderweise waren die Gäste vor allem im Mittelfeld, wo der etatmäßige Spielmacher Rafael van der Vaart wegen einer Rotsperre weiter fehlte, die bessere Mannschaft.

So kamen die Gastgeber erst nach dem Wechsel zu nennenswerten Torchancen. In der 48. Minute verpassten nach einem Eckball jedoch gleich drei einschussbereite Bielefelder im Strafraum den Ball, zwei Minuten später verzog Ioannis Masmanidis aus 14 Metern knapp. Nachdem Laas zwei weitere Minuten später die Entscheidung verpasst hatte, ließen sich die Norddeutschen viel zu weit in die Defensive drängen, was die Arminia aber kaum zu Torchancen nutzen konnte. Rost bekam noch eine Gelegenheit sich auszuzeichnen, als er einen Schuss von Artur Wichniarek in höchster Not parierte (85.). Vier Minuten später war er beim Kopfball von Borges aber machtlos.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×