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27.01.2007

17:21 Uhr

Der 1. FC Nürnberg hat den Ambitionen des VfB Stuttgart gleich zu Beginn der Bundesliga-Rückrunde einen Dämpfer versetzt. Der "Club" gewann gegen die Schwaben verdient 4:1 (1:1) und verbaute dem Team von Armin Veh den Sprung auf einen Champions-League-Platz. Die Franken untermauerten dagegen mit dem ersten Heimsieg gegen Stuttgart seit knapp 13 Jahren und dem siebten Spiel in Folge ohne Niederlage ihre Ansprüche auf einen Platz im internationalen Geschäft.

Vor 35 082 Zuschauern brachte Iwan Saenko die Gastgeber in der 25. Minute in Führung. Der Russe profitierte bei seinem Abstaubertor allerdings von einem schweren Patzer von VfB-Nationalkeeper Timo Hildebrand, der einen Schuss von Robert Vittek nicht festhalten konnte. Es war das erste Gegentor für den VfB nach 441 Minuten.

Schäfer patzt gegen künftigen Arbeitgeber

Ausgerechnet Nürnbergs Keeper Raphael Schäfer begünstigte in der 33. Minute jedoch den überraschenden Ausgleich. Der 27-Jährige, der zur kommmenden Saison nach Stuttgart wechselt, klatschte einen Schuss von Mario Gomez direkt vor die Füsse von Cacau. Der Ex-Nürnberger hatte aus kurzer Distanz keine Mühe, den Ball über die Linie zu schieben.

Nach dem Wechsel war es bei dichtem Schneetreiben Vratislav Gresko, der mit einem überlegten Flachschuss zum 2:1 den Heimsieg der Franken sicherte (50.). Erneut hatte Vittek die Vorarbeit geleistet, dabei allerdings von einem leichtsinnigen Ballverlust von Antonio da Silva profitiert. Das 3:1 besorgte Markus Schroth nach Flanke von Javier Pinola in der 69. Minute per Kopf, den höchsten Nürnberger Saisonsieg machte Ludovic Magnin mit einem Eigentor perfekt (76.).

Tasci kassiert Rote Karte

Zu allem Überfluss mussten die Stuttgarter ab der 58. Minute in Unterzahl spielen, nachdem Serdar Tasci nach grobem Foulspiel die Rote Karte erhalten hatte. Völlig unnötig sprang der VfB-Verteidiger in der gegnerischen Hälfte dem Nürnberger Javier Pinola in die Beine.

Nürnberg hatte sich den Erfolg von Beginn an verdient. Das Team von Trainer Hans Meyer hatte vor allem in der Offensive die klareren Aktionen und wirkte auch spielerisch abgeklärter als die in der Hinrunde so hochgelobten Schwaben. So verpassten die Nürnberger bei weiteren guten Chancen durch Saenko und Vittek, bei denen Hildebrand glänzend parierte, weitere Treffer.

© SID

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