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15.01.2011

17:29 Uhr

Fußball Bundesliga

Pauli verpasst drei Zähler im Abstiegskampf

Mit 2:2 (1:0) haben sich der FC St. Pauli und der SC Freiburg am Millerntor getrennt. Die Elf von Holger Stanislawski verpasst damit drei wichtige Zähler im Abstiegskampf.

Marius Ebbers traf zur Führung von St. Pauli. Foto: SID Images/Firo SID

Marius Ebbers traf zur Führung von St. Pauli. Foto: SID Images/Firo

Der FC St. Pauli tritt im Abstiegskampf der Bundesliga weiter auf der Stelle. Die Hamburger, die nur eines ihrer vergangenen zehn Spiele gewinnen konnten, kamen gegen den SC Freiburg nicht über ein 2:2 (1:0) hinaus und verpassten damit die erhoffte Initialzündung zum Rückrundenstart. Die Breisgauer, die sich dank der zweitbesten Hinserie ihrer Vereinsgeschichte ein beachtliches Polster auf die unteren Ränge verschafft hatten, blieben durch das Remis zum vierten Mal in Folge ungeschlagen und halten weiter Kontakt zu den Europapokal-Plätzen.

Vor 24 051 Zuschauern im Millerntor-Stadion sorgte Marius Ebbers für die Führung und ein fast schon ungewohntes Erfolgserlebnis der Platzherren (13.). In der gesamten Hinrunde hatte es der Aufsteiger nur auf 16 Treffer gebracht und damit die schwächste Offensive der Liga gestellt. Ebbers Tor beendete auch die Flaute der St. Pauli-Stürmer. Zuletzt war einem Angreifer der Hamburger am 16. Oktober 2010 ein Schuss ins Schwarze gelungen. Damals hatte ebenfalls Ebbers beim 3:2 gegen den 1. FC Nürnberg getroffen. Der eingewechselte Gerald Asamoah legte nach Freiburgs zwischenzeitlichem Ausgleich durch Papiss Cisse (61.) nach und traf zum 2:1 für die Platzherren (68.). Doch Cisse schlug erneut zurück (75.).

"Insgesamt muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen. Sie ist nach dem verschossenen Elfmeter und zweimaligem Rückstand zurückgekommen", freute sich Freiburgs Trainer Robin Dutt nach der Partie.

Dabei hätte der Senegalese Cisse die Freiburger schon früh auf die Siegerstraße schießen können. In der 11. Minute hatte Schiedsrichter Markus Wingenbach (Diez) ein Handspiel des Hamburgers Carlos Zambrano gesehen und auf den Elfmeterpunkt gezeigt. Cisse, der sich in der Hinrunde mit 13 Treffern in den Fokus geschossen hatte, scheiterte mit einem äußerst unplatzierten Schuss aber an St. Paulis Schlussmann Thomas Kessler.

Während die Gäste diesen Schock zunächst nicht verdauten, schienen die Hamburger aus der Parade ihres Keepers weitere Kräfte zu ziehen. Nach einer Flanke von Max Kruse kam Ebbers unbedrängt zum Kopfball und erzielte St. Paulis 1:0. Auch nach der Führung blieben die Hanseaten das aktivere und bessere Team. Trainer Holger Stanislawski hatte sein offensives Mittelfeld im Vergleich zu den vergangenen Partien neu geordnet. Neben Kruse erhielten Deniz Naki und Charles Takyi ihre Chance. Ex-Nationalspieler Asamoah blieb hingegen zunächst auf der Ersatzbank.

Wirkliche zwingende Chancen konnte sich aber auch St. Pauli vor der Pause nicht mehr herausspielen. Für die größte Gefahr sorgte noch ein Distanzschuss von Naki (23.). Freiburg, das noch nie am Millerntor gewinnen konnte, gelang im Spiel nach vorn hingegen kaum etwas. Erst in der 35. Minute brachte Cedric Makiadi den ersten Ball aus dem Spiel heraus in Richtung des Hamburger Tores. Auch Cisse konnte sich im ersten Durchgang nicht mehr in Szene setzen.

Nach dem Seitenwechsel brachten die Breisgauer in Kisho Yano eine zweite Spitze und wirkten von Beginn an schwungvoller. Nachdem Oliver Barth des Ziel per Kopf noch verfehlt hatte (56.), zeigte sich Cisse fünf Minuten später wieder gewohnt treffsicher und versenkte den Ball nach guter Ablage von Yano. Stanislawski reagierte und brachte neben Fin Bartels auch Asamoah. Nur drei Minuten nach seiner Einwechslung sorgte der ehemalige Schalker für das 2:1 der Kiez-Kicker. Doch Cisse wusste erneut eine Antwort.

"Wenn man zweimal führt, muss man mehr mitnehmen. Beim zweiten Gegentor haben wir uns amateurhaft angestellt. Wenn man die Tore so wegschenkt, hat man den Sieg nicht verdient", so Pauli-Coach Holger Stanislawski. Zwischen Asamoahs Tor und Cisses Ausgleichtreffer lagen nur sechs Minuten.

© SID

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