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03.01.2010

11:38 Uhr

Fußball Bundesliga

Rangnicks Vater in Lebensgefahr

1 899 Hoffenheim wird ohne Trainer Ralf Rangnick in das Trainingslager starten. Der Coach bangt um das Leben seines lebensbedrohlich erkrankten Vaters.

Ralf Rangnick bangt um das Leben seines Vaters. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Ralf Rangnick bangt um das Leben seines Vaters. Foto: Bongarts/Getty Images

Ralf Rangnick bangt um das Leben seines Vaters und kann das Training des Bundesligisten 1 899 Hoffenheim in den kommenden Tagen nicht leiten. "Aufgrund einer lebensbedrohlichen Erkrankung meines Vaters sehe ich mich momentan nicht in der Lage, meiner Tätigkeit als Chefcoach zu 100 Prozent nachgehen zu können", sagte Rangnick, "sobald es die Situation zulässt, werde ich meine Aufgaben mit ganzer Kraft, Konzentration und Leidenschaft wieder aufnehmen."

Die erste Übungseinheit nach der kurzen Weihnachtspause am Sonntagmittag wurde von Co-Trainer Peter Zeidler übernommen, der Rangnick auch zu Wochenbeginn vertreten wird. Wie lange der 51-Jährige fehlen wird, steht noch nicht fest. Am Sonntagvormittag richtete Rangnick noch ein paar Worte an die Mannschaft. "Wir haben ihm alles Gute gewünscht", sagte Mittelfeldspieler Sejad Salihovic, der wegen der Folgen einer Leisten-Operation noch nicht am Mannschaftstraining teilnehmen konnte.

1 899 bezieht Trainingslager in Zuzenhausen

Aufmunterung spendete auch Dietmar Hopp. Der Mäzen nahm an einem Mittagessen mit dem Team teil. In Sachen Vorbereitung verzichten die Hoffenheimer diesmal auf den Trip ins Ausland. Ab Montag werden die Profis ein fünftägiges Trainingslager in ihrem neuem Übungsdomizil auf einem sechseinhalb Hektar großen Gelände in Zuzenhausen beziehen. "Von den Bedingungen her sind wir jetzt Champions League", schwärmte 1 899-Geschäftsführer Jochen Rotthaus über das "Paradies", das sich Hopp rund 25 Mill. Euro kosten ließ.

Bei der ersten Trainingseinheit fehlten Tobias Weis und Matthias Jaissle (beide Knie-OP) sowie Isaac Vorsah und Chinedu Obasi (beide Afrika-Cup) und Carlos Eduardo. Der Brasilianer reiste am Sonntag sieben Stunden später als vereinbart an, schob dies aber auf eine Verspätung seines Fliegers. Manager Jan Schindelmeiser kündigte ein Gespräch mit Eduardo an, wollte aber auf eine Geldstrafe verzichten.

Der Klub bat zudem um Verständnis, dass Rangnick in der Zwischenzeit keine Medienanfragen, Interviewwünsche oder ähnliche Anliegen beantworten und wahrnehmen möchte. Nach Rücksprache mit der Hoffenheimer Geschäftsführung und deren Zustimmung hatte er sich am Wochenende dazu entschlossen, die Trainingsarbeit der kommenden Tage Zeidler zu übertragen.

In die Rückrunde startet der derzeitige Tabellensiebte der Bundesliga am 15. Januar mit dem Auswärtsspiel bei Bayern München.

© SID

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