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16.01.2008

12:55 Uhr

Fußball Bundesliga

RTL und Sat.1 wollen Bundesliga live zeigen

Die Privatsender RTL und Sat.1 haben Interesse an der Ausstrahlung eines Livespiels der Bundesliga am frühen Sonntagabend oder auch am Samstag bekundet. Der Spieltag könnte dann zerstückelt werden.

Die TV-Rechte der Bundesliga ab der Saison 2009/2 010 sind heiß begehrt. Es geht dabei um viel Geld, aber auch um Exklusivität und auf der anderen Seite um Tradition. Leidtragende könnten die Fans werden, denn es droht eine Zerstückelung des Spieltags. Da die Privatsender RTL und Sat.1 gegenüber der Deutschen Fußball Liga (DFL) offenbar großes Interesse an einem Livespiel sowohl am frühen Sonntagabend als auch am Samstag bekundet haben, drohen den Anhängern in Deutschland in der Zukunft englische oder spanische Verhältnissen.

RTL-Sportchef Manfred Loppe bestätigte der Sport Bild, dass ein Livespiel ab 2009 um 18.00 Uhr "grundsätzlich von Interesse ist, wenn es im Rahmen der wirtschaftlichen Machbarkeit ist. Wir werden die Ausschreibungsunterlagen anfordern." Sat.1-Geschäftsführer Matthias Alberti erklärte: "Wir haben prinzipiell an allen populären Sportereignissen Interesse, wenn sie auch refinanzierbar sind."

Zwei Szenarien vorstellbar

Die Liga kann sich bei der voraussichtlich im Frühjahr beginnenden Ausschreibung der TV Rechte ab 2009 derzeit offenbar zwei Szenarien vorstellen. Im Interesse von Pay-TV-Sender Premiere, der seit Jahren mehr Exklusivität fordert, wäre ein Live-Spiel im Free-TV am Samstag um 18.00 Uhr anstelle der Zusammenfassung des Spieltages in der ARD-Sportschau.

Ein zweites Szenario wären drei Spiele am Sonntag, wobei eines am Abend um 18.00 Uhr live im Free-TV übertragen würde. Dafür müssten DFL und Deutscher Fußball-Bund (DFB) aber gemeinsam die einst zum Schutz des Amateurfußballs eingeführte 17.00-Uhr-Frist aus den Statuten streichen.

Die DFL hatte die Rechte an der Inlandsvermarktung der Bundesliga von 2009 bis 2015 für rund 500 Mill. Euro pro Saison an eine Firma des Münchner Medien-Moguls Leo Kirch veräußert. Die erforderliche Bankbürgschaft zur Absicherung der Zahlungen für die Fernsehrechte an der Bundesliga ab 2009 liegt allerdings noch nicht vor.

© SID

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