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03.01.2011

15:55 Uhr

Fußball Bundesliga

Sammer: Marco braucht in Hoffenheim Rückendeckung

Matthias Sammer arbeitete eng mit Marco Pezzaiuoli zusammen. Im Interview mit dem SID lobt der DFB-Sportdirektor die Fähigkeiten des neuen Hoffenheimer Trainers.

Matthias Sammer lobt die Fähigkeiten von Marco Pezzaiuoli. Foto: SID Images/pixathlon SID

Matthias Sammer lobt die Fähigkeiten von Marco Pezzaiuoli. Foto: SID Images/pixathlon

DFB-Sportdirektor Matthias Sammer arbeitete bis zum vergangenen Jahr eng mit dem neuen Hoffenheimer Trainer Marco Pezzaiuoli zusammen. Pezzaiuoli holte 2009 unter anderem den EM-Titel mit den U17-Junioren. Im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID) lobt Sammer die Fähigkeiten seines früheren Schützlings.

SID: "Matthias Sammer, mit dem neuen Hoffenheimer Trainer Marco Pezzaiuoli haben Sie beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) bis zum Sommer 2010 erfolgreich zusammengearbeitet. Wie würden Sie den Trainer Pezzaiuoli beschreiben?"

Matthias Sammer: "Marco ist ein wunderbarer Trainer. Er ist sehr loyal, arbeitet modern und akribisch. Fachlich macht ihm keiner etwas vor. Zudem hat er schon in allen Bereichen gearbeitet und trotz seines Alters sehr viel Erfahrung vorzuweisen. Unter anderem war er ja auch schon in Korea als Trainer tätig."

SID: "Nach der Entlassung von Ralf Rangnick hat Hoffenheim dem neuen Trainer überraschend gleich einen Vertrag bis 2014 angeboten. Für heutige Verhältnisse eine sehr lange Vertragslaufzeit..."

Sammer: "Das ist richtig. Ich werte das als absoluten Vertrauensbeweis und Vertrauensvorschuss für Marco. Immerhin hat er ja schon seit Saisonbeginn als Co-Trainer von Rangnick in Hoffenheim gearbeitet. Der Verein kennt seine Qualitäten also bereits aus der täglichen Trainingsarbeit. Es muss 1 899 Hoffenheim aber auch bewusst sein, dass junge Trainer geschützt werden müssen."

SID: "Wie meinen Sie das konkret?"

Sammer: "Marco braucht in Hoffenheim Rückendeckung. Für junge Trainer ist es wichtig, dass Sie in einem stabilen Klub Zeit bekommen, um strategisch arbeiten zu können. Es kann nicht sein, dass nach nur wenigen Monaten wieder nur auf die Ergebnisse geschaut wird, nicht aber wie sich die Mannschaft in der Zeit entwickelt hat. Sonst endet es wie bei Heiko Herrlich, der nach wenigen Monaten in Bochum wieder entlassen wurde. Deshalb hoffe ich, dass Hoffenheim weiß, dass man manchmal auch ein wenig Geduld haben muss."

© SID

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