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17.01.2010

08:56 Uhr

Fußball Bundesliga

Schalke will Sieg gegen Club, BVB muss nach Köln

Der FC Schalke 04 tritt am 18. Bundesliga-Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg mit Neu-Trainer Dieter Hecking an. Borussia Dortmund muss zum abstiegsgefährdeten 1. FC Köln reisen.

Felix Magath erwartet zum Rückrundenstart den Club aus Nürnberg. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Felix Magath erwartet zum Rückrundenstart den Club aus Nürnberg. Foto: Bongarts/Getty Images

Der Dachschaden an der Arena ist noch nicht vollständig repariert, weitere Baustellen will Bundesligist Schalke 04 zum Rückrundenstart erst gar nicht eröffnen. "Wir haben eine fantastische Vorrunde gespielt, und ich hoffe, dass wir in ähnlicher Weise auch in der Rückrunde punkten können", sagte Trainer und Manager Felix Magath vor dem heutigen Spiel (15.30 Uhr) gegen den 1. FC Nürnberg, bei dem erstmals Dieter Hecking auf der Trainerbank sitzt.

Auch Schalkes Erzrivale Borussia Dortmund geht beim 1. FC Köln (17.30 Uhr, beide live bei Sky und Liga total) als Favorit in die Begegnung und hofft, seine Aufholjagd nach zuletzt zehn Spielen ohne Niederlage fortsetzen zu können.

Magath gibt heute die erste Kostprobe, wie er seinen riskanten Finanzplan mit sieben Winter-Zugängen auf dem Rasen umsetzen will. "Auf Schalke fehlt das Geld, das weiß jeder", sagte Magath im SID-Gespräch, "es geht darum, uns in die Lage zu versetzen, uns von teuren Spielern zu trennen."

Kluge vor Debüt gegen Ex-Verein

Möglicherweise steht aber erst einer der sieben Neuen, die teure Stars wie Rafinha und Kevin Kuranyi möglichst schnell überflüssig machen sollen, in der Anfangself des Tabellenzweiten. Weil der Einsatz von Alexander Baumjohann (Fingerbruch) gefährdet ist, könnte dies ausgerechnet der Ex-Nürnberger Peer Kluge sein.

"Es wäre natürlich toll für mich, gegen meinen Ex-Klub von Anfang an zu spielen. Schließlich war ich noch Anfang der vergangenen Woche mit Nürnberg ins Trainingslager nach Belek unterwegs. Doch jetzt zählt nur Schalke und möglichst ein Sieg im ersten Spiel des Jahres", sagte der Mittelfeld-Abräumer.

Das erste Pflichtspiel als Trainer beim neunmaligen deutschen Meister Nürnberg ist für Hecking, der vor der Winterpause Michael Oenning ablöste, "schon etwas Besonderes. Da ist der Pulsschlag etwas höher". Von seiner Mannschaft forderte er "selbstbewusst und frech" aufzutreten: "Wir wollen nicht abwarten. Ich weiß, dass es eine schwere Aufgabe ist. Aber es wäre gut, etwas mitzunehmen."

Schäfer zurück im Nürnberger Tor

Hecking muss auf Mittelfeldspieler Mike Frantz (Muskelfaserriss) und Juri Judt (Sperre) verzichten. Kapitän Raphael Schäfer kehrt dagegen nach seiner Rot-Sperre ins Tor der Franken zurück. Erstmals werden für den 1. FCN in der Bundesliga die beiden Münchner Leihgaben Breno und Andreas Ottl im Einsatz sein.

Hecking warnte aber bereits vor zu hohen Erwartungen, insbesondere bei Ottl, der im zentralen defensiven Mittelfeld für Stabiltät sorgen soll. Man könne nicht alles auf Ottl abschieben, "es sind alle gefordert", sagte Hecking. Bei beiden sei die Integration "noch nicht ganz abgeschlossen. Es muss trotzdem am Sonntag funktionieren, wir haben keine Zeit".

Die Austragung des Spiels ist trotz des 150 Quadratmeter großen Lochs im Arena-Dach, das Eisplatten in die Glasfasermembran gerissen haben, nicht gefährdet.

Borussia Dortmund fährt an den Rhein

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp lässt sich derweil nicht von den mäßigen Leistungen seines Teams in der Winterpause (drei Testspiele ohne Sieg) nicht verunsichern. "Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass meine Mannschaft heiß auf die Rückrunde ist", sagte Klopp, der aber auch vor dem FC warnt: "Köln will unten raus mit aller Macht, wir dürfen nicht ins offene Messer laufen." Zudem ist der Einsatz von Stürmer Lucas Barrios, der in den letzten 13 Pflichtspielen zwölf Tore schoss, wegen Oberschenkelproblemen fraglich.

Beim FC meldete sich Lukas Podolski, der zuletzt Rückenprobleme hatte, rechtzeitig fit. "Ich bin sicher, dass wir in der Rückrunde bessere Ergebnisse erzielen werden. Wir haben noch Luft nach oben", sagte Trainer Zvonimir Soldo. Hart trifft die Kölner der Ausfall von Abwehrspieler Pedro Geromel (Bronchitis).

© SID

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