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23.01.2007

13:03 Uhr

Ausnahmsweise ist Rekordmeister FC Bayern München vor Beginn der Bundesliga-Rückrunde am Wochenende nicht der Gejagte, sondern der Jäger. Drei Zähler beträgt der Rückstand des Titelverteidigers auf das Spitzenduo Werder Bremen und Schalke 04. Derweil zittern am anderen Ende der Tabelle die "Kellerkinder" Hamburger SV, FSV Mainz 05 und Borussia Mönchengladbach vor dem Abstieg.

Auftakt am Freitag mit Bayern - Dortmund

Nachdem die Nachwehen der WM überstanden sind, blasen vor allem die Topfavoriten um die Meisterschale zur Attacke. Den Auftakt macht am Freitag (20.30 Uhr/live bei arena) der derzeitige Tabellendritte Bayern München im Gastspiel bei Borussia Dortmund. "Die WM ist endgültig abgehakt. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Auf jeden Fall werden wir besseren Fußball zeigen als in der Vorrunde. Die Gründe für die schlechten Leistungen sind jetzt weg", erklärte Bayern-Coach Felix Magath, der die Chancen auf das dritte Double in Serie durch das Aus im DFB-Pokal bei Alemannia Aachen allerdings bereits verspielt hat.

Der Rückstand auf Bremen und Schalke ist für den Bayern-Trainer "nur ein Klacks". Und auch das Karrierende von Sebastian Deisler soll die Bayern nicht aus dem Tritt bringen. Vielmehr hoffen die Münchner auf den endgültigen Durchbruch von Bastian Schweinsteiger, der nach dem Rüffel von Manager Uli Hoeneß in den abschließenden Testspielen überragte. Sorgen bereitet dagegen Nationalstürmer Lukas Podolski, der in dieser Woche aufgrund eines Hexenschusses nicht ordentlich trainieren konnte.

Bremen mit Angriffssorgen

Herbstmeister Werder Bremen muss seine Tabellenführung derweil erst am Sonntag gegen Hannover 96 verteidigen. Sein Handicap: Der offenbar wechselwillige Nationalspieler Miroslav Klose konnte zuletzt wegen Adduktorenproblemen nicht trainieren. Nach dem Abgang von Mohamed Zidan nach Mainz, dem Fehlen von Ivan Klasnic und dem geplatzten Transfer von John Carew droht Werder insbesondere im Angriff ein Problem.

Manager Klaus Allofs sieht Werder im Kampf um den Meistertitel dennoch ganz weit vorne. "Recht hat der, der am Ende Meister ist. Die Wahrnehmung ist vielleicht so, dass wir an Bayern ein bisschen vorbeigezogen sind, was die Attraktivität des Spielens angeht", meinte Allofs.

Schalkes Kapitän hofft auf Hilfe von oben

Nach acht Spielen in Folge ohne Niederlage vor der Winterpause dreht sich auch beim FC Schalke alles um das Titelrennen. Im Jahr eins nach Ende der Ära Assauer träumen die Knappen von der ersten Meisterschaft seit 1958. Kapitän Marcelo Bordon ist nach dem traumatischen Saisonfinale 2001 sogar der Überzeugung, "dass Gott in dieser Saison ein Schalker ist". "Auf Schalke will jeder unbedingt die Schale. Hier spüre ich jeden Tag Siegermentalität", meinte der Abwehrchef vor dem Auftakt am Samstag bei Eintracht Frankfurt.

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