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05.04.2015

19:38 Uhr

Fußball-Bundesliga

Stocker und Schulz führen Hertha zum 2:0-Sieg

Quelle:SID

Mit 2:0 gewannen die Berliner gegen Paderborn und haben damit einen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. In der 68. Minute traf Stocker zum 1:0. Schulz machte 20 Minuten später den Sack zu.

Lopez Rafa (links) vom SC Paderborn 07 im Zweikampf mit Salomon Kalou von Hertha BSC. dpa

Hertha BSC - SC Paderborn 07

Lopez Rafa (links) vom SC Paderborn 07 im Zweikampf mit Salomon Kalou von Hertha BSC.

BerlinHertha BSC hat in der Fußball-Bundesliga dank Valentin Stocker und Joker Nico Schulz einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Beim 2:0 (0:0) im Kellerduell gegen den SC Paderborn gelang zunächst dem Schweizer Nationalspieler Stocker mit seinem ersten Saisontor (68.) das 1:0, ehe der erst in der 74. Minute eingewechselte Schulz in 88. Minute endgültig alles klar machte. Die Berliner rückten durch den Sieg mit 32 Punkten auf den elften Rang vor. 

Der Gäste indes setzten ihre Talfahrt in der Bundesliga fort. Die Ost-Westfalen blieben auch im sechsten Spiel in Folge ohne Sieg und Tor und bleiben damit auf dem vorletzten Tabellenplatz. Zudem sah Patrick Ziegler seine fünfte Gelbe Karte und fehlt im nächsten Spiel.

Darum geht's im Liga-Endspurt

Das Topduell

Das einst elektrisierende Duell zwischen den beiden besten deutschen Clubs hat in dieser Saison ein wenig an Brisanz verloren. Die Dortmunder haben als Tabellenzehnter mit dem Kampf um den Titel nichts zu tun, die Bayern führen die Tabelle konkurrenzlos an. Flogen früher vor den Aufeinandertreffen die Giftpfeile hin und her, werden diesmal versöhnliche Töne angestimmt. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge bezeichnet BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke als „qualitativ hochstehenden Kollegen“ und erinnerte an die sportliche Rivalität beider Clubs. „Wir hatten Zeiten, als sich die Clubs großartige Spiele geliefert haben“. Für die Bayern ist die Meisterschaft nur noch eine Frage der Zeit, wahrscheinlich fällt die Entscheidung aber erst im Mai.

Die Champions League

Die Bayern und Wolfsburg sind wohl sicher dabei, um Platz drei und vier kämpfen vor allem Borussia Mönchengladbach (47 Punkte), Bayer Leverkusen (45) und mit Abstrichen der FC Schalke 04 (39). Augsburg (38) und Hoffenheim (37) haben nur noch Außenseiterchancen. Derzeit läuft alles bestens für die Gladbacher, die zuletzt mit einem Sieg beim FC Bayern überraschten. Konkurrent Leverkusen muss noch im Borussia-Park antreten. Allerdings wartet am Sonntag ein Angstgegner auf die Gladbacher: In acht Auswärtspflichtspielen konnten die Borussen noch nie bei 1899 Hoffenheim gewinnen.

Der Abstiegskampf

Neben dem Hamburger SV, der mit 25 Punkten auf dem Relegationsplatz steht, sind der SC Freiburg (25), SC Paderborn (24) und der VfB Stuttgart (23) am meisten gefährdet. Die Tendenz spricht klar gegen Neuling Paderborn, der in den letzten 16 Spielen nur einen Sieg feierte. Möglicherweise kommt es am letzten Spieltag zum Abstiegs-Finale zwischen Paderborn und Stuttgart. Die Freiburger haben es selbst in der Hand: Die Breisgauer spielen noch gegen alle Konkurrenten.

Der HSV-Neustart

Ausgerechnet in Leverkusen startet der HSV seinen Schlussspurt im Existenzkampf mit neuem Personal. Denn Interimstrainer Peter Knäbel wird unterstützt von dem neuen Assistenten Peter Herrmann, der insgesamt 29 Jahre seiner Karriere in Leverkusen unter Vertrag stand. Ob die neue sportliche Führung schon unter dem Bayer-Kreuz die Wende einleiten kann? Für HSV-Idol Uwe Seeler steht fest: „Ich glaube, dass wir uns das Glück diesmal erkämpfen müssen, wenn wir in der Bundesliga bleiben wollen“.

Die Torjäger

Der beste Bundesliga-Torschütze könnte in diesem Jahr mal wieder ein Deutscher werden. Mit 19 Treffern rangiert der Frankfurter Alexander Meier vor dem zur Zeit verletzten Arjen Robben (17) und Robert Lewandowski sowie Bast Dost (beide 13). In den letzten zehn Jahren konnten nur drei deutsche Spieler die Torjägerkanone gewinnen. Stefan Kießling 2013/25 Treffer), Mario Gomez (2011/28) und Miroslav Klose (2006/25). Kurios: 11 seiner bislang 13 Treffer erzielte der Wolfsburger Dost in der Rückrunde.

Vor 44.031 Zuschauern begann Hertha engagiert. Nach Ballverlust machten Fabian Lustenberger und Co. sofort Jagd auf den Ball. Auch im Spielaufbau gab es zunächst hoffnungsvolle Ansätze. Entweder mit Doppelpässen über die Flügel oder mit weiten Diagonalbällen erarbeiteten sich die Hausherren Raumgewinn. In der ersten Halbzeit hatten die Berliner knapp 60 Prozent Ballbesitz.

Paderborn glaubte wohl, eine spielerisch überlegene Mannschaft vor sich zu haben und igelte sich hinten ein. Nach ein paar anfänglichen Tempovorstößen über rechts mit Jens Wemmer und Mario Vrancic war das Pulver nach vorne verschossen. Stattdessen verschanzten sich die Gäste mit zwei Viererketten in der eigenen Hälfte und warteten auf Fehler der Hausherren.

Echte Chancen sprangen lange Zeit für beide Mannschaften nicht heraus. Hertha drängte zwar, doch am Strafraum war oft Endstation. In der 35. Minute tauchte Peter Pekarik am langen Pfosten auf, brachte den Ball aber nicht im leeren Tor unter. Stocker vergab kurz vor der Halbzeit per Drehschuss - ansonsten plätscherte das Spiel so vor sich hin.

Auch nach der Pause änderte sich das Spiel zunächst nicht sonderlich. Paderborn wurde zwar etwas mutiger und näherte sich dem Gäste-Tor. Vrancics Schuss und Wemmers Kopfball verpassten aber das Ziel. Hertha zeigte keine besondere Eile, ließ den Ball in den eigenen Reigen laufen, um die Gäste aus der Abwehr zu locken und zog ich mit der destruktiven Spielweise den Ärger der Zuschauer zu. 

Immer häufiger bissen sich Stocker und Kalou in Zweikämpfen fest, Haraguchi hatte nach Stocker-Vorarbeit in der 65. Minute eine der wenigen Chancen. Zum 1:0 benötigten die Hausherren eine Standardsituation. Nach einem Freistoß von Marvin Plattenhardt klatschte Paderborns Keeper Lukas Kruse den Ball an die Latte, per Nachschuss war Stocker zur Stelle. Schulz machte dann kurz vor Schluss den Deckel drauf.

Bei den Hausherren gehörten Per Skjelbred und Stocker zu den Aktivposten, bei den Gästen fielen Wemmer und Vrancic positiv auf.

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