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06.01.2009

12:48 Uhr

Fußball Bundesliga

Van Bommel kämpft um seine Zukunft bei Bayern

Mit einer klaren Kampfansage an den potenziellen Neuzugang Anatolij Timoschtschuk hat Mark van Bommel sein Revier bei den Bayern abgesteckt.

Mark van Bommel entspannt im Trainingslager. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Mark van Bommel entspannt im Trainingslager. Foto: Bongarts/Getty Images

Während Lukas Podolski längst mit Bayern München abgeschlossen hat und auf eine schnelles Ende des leidigen Themas drängt, kämpft Mark van Bommel vehement um seine Zukunft beim deutschen Meister. Noch ist Wunschkandidat Anatolij Timoschtschuk gar nicht in München, da richtet van Bommel schon einmal eine deutliche Kampfansage an den Ukrainer, der spätestens im Sommer zu den Bayern wechseln soll.

"Dann sitzt er schön auf der Bank"

"Er kann gerne kommen, dann sitzt er schön auf der Bank. Dafür werde ich sorgen", sagte der niederländische Nationalspieler im Trainingslager der Münchner in Dubai, wo die Bayern-Stars am Dienstag einen freien Nachmittag beim Hochseeangeln oder Quad-Fahren in der Wüste genossen. Deshalb sei der Transfer auch "überflüssig", richtete van Bommel klare Worte an die Verantwortlichen des FC Bayern.

Ob es allerdings überhaupt zu einem Zweikampf zwischen van Bommel und Timoschtschuk beim Rekordmeister kommen wird, ist momentan fraglich. Zum einen ist der Wechsel des Profis von Zenit St. Petersburg trotz aller Zuversicht von Manager Uli Hoeneß noch nicht in trockenen Tüchern. Zum anderen ist offen, ob van Bommel dem FC Bayern überhaupt erhalten bleibt.

Der Niederländer, dessen Kontrakt am Saisonende ausläuft, macht kein Hehl daraus, dass er mit dem angebotenen Ein-Jahres-Vertrag gar nicht zufrieden ist. "Ich bin 31, fühle mich topfit und spüre, dass ich bei den großen Spielen locker mitspielen kann", sagte er: "Ich fühle mich sehr wohl, auch meine Familie. Sonst wäre ich schon weg. Ich würde gerne verlängern, aber nicht unter allen Bedingungen." Van Bommel fehlt vor allem die Planungssicherheit, zumal er noch einige Jahre auf hohem Niveau spielen will.

"Bayern ist erster Ansprechpartner"

Bis Ende des Monats will der defensive Mittelfeldspieler, der trotz seiner zwischenzeitlichen Rolle als Ersatzspieler positiv auf die vergangenen Monate zurückblickt, eine Entscheidung treffen. Erst wenn sich mit den Bayern kein Konsens ergeben sollte, will er sich über möglich Alternativen Gedanken machen: "Bayern ist der erste Ansprechpartner."

Doch Timoschtschuk, Podolski und van Bommel sind nicht die einzigen offenen Fragen beim FC Bayern. Unklar ist weiterhin die Lage bei Jose Ernesto Sosa, den die Münchner gerne ausleihen würden. Trainer Jürgen Klinsmann hat bereits signalisiert, dass er für den Argentinier momentan keine Verwendung hat.

Offen ist auch, ob Massimo Oddo im Sommer einen Anschlussvertrag erhält. Der Italiener ist vom AC Mailand derzeit nur bis zum Saisonende ausgeliehen. Zudem läuft der Kontrakt mit Ze Roberto aus. Den 34 Jahre alten Brasilianer würden die Bayern aber sehr gerne halten.

© SID

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