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11.01.2011

09:48 Uhr

Fußball Bundesliga

Van Gaal: Verhältnis zu Bossen "gut wie nie"

Nach eigenen Angaben hat der unerwartete Torwartwechsel von Jörg Butt zu Thomas Kraft für Trainer Louis van Gaal keine Auswirkungen auf das Verhältnis zur Bayern-Führungsetage.

Nach eigenen Angaben weiter beliebt: Bayern-Coach Louis van Gaal. Foto: SID Images/Firo SID

Nach eigenen Angaben weiter beliebt: Bayern-Coach Louis van Gaal. Foto: SID Images/Firo

Trainer Louis van Gaal von Bayern München sieht sein Verhältnis zu seinen Vorgesetzten beim Rekordmeister ungeachtet des Unmuts der Bosse über die Torwartrochade nicht beeinträchtigt. "Unser Verhältnis ist so gut wie nie. Alles andere wird immer nur von außen behauptet", sagte van Gaal nach einem Treffen mit dem Vorstand der Münchner tz.

Der heikle Wechsel von Jörg Butt zu Thomas Kraft im Bayern-Tor sei am Montag bei der Zusammenkunft mit Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, Präsident Uli Hoeneß und Finanzchef Karl Hopfner allerdings gar nicht zur Sprache gekommen, betonte van Gaal. "Das ist Sache des Trainers", sagte er. Rummenigge stützte diese Ansicht. "Die Aufstellung ist exklusiv Kompetenzbereich des Trainers. So steht es seit dem Bundesliga-Aufstieg 1965 mit Tschik Cajkovski in jedem Trainer-Vertrag", sagte er der Bild-Zeitung.

Rummenigge weilte am Dienstag im schweizerischen Nyon, wo er noch einmal versuchte, die Wogen zu glätten. "Wir sind überhaupt nicht irritiert oder verärgert", sagte er über den anstehenden Torwart-Wechsel, der Sportdirektor Christian Nerlinger im Trainingslager in Katar noch erbost hatte. Es werde "weder intern noch extern" eine Torwart-Diskussion geben, ergänzte Rummenigge: "Wenn der Trainer Thomas Kraft am Samstag aufstellen sollte, ist das seine exklusive Entscheidung - und damit Ende."

Felix Magath: "Ich hätte nichts dagegen"

Van Gaal betonte außerdem, dass die Zusammenkunft nicht außergewöhnlich gewesen sei - und nicht wegen des anstehenden Torwart-Wechsels anberaumt wurde. "Das Treffen war eines unserer regelmäßigen Treffen, wie es einmal die Woche stattfindet", sagte er: "Wir hatten ein sehr gutes Gespräch - so wie immer. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Vorstand." Dennoch: Aus Vereinskreisen ist weiter zu vernehmen, dass der Vorstand nicht angetan sein wird, wenn mit Beginn der Rückrunde am Samstag beim VfL Wolfsburg Kraft im Tor stehen sollte.

Ganz anders reagiert man bei Schalke 04 auf die Aussicht, dass Butt seinen Stammplatz verlieren wird. "Ich hätte nichts dagegen, wenn Kraft die Nummer 1 würde und Manuel Neuer auf Schalke bliebe. Dann freuen wir uns alle", sagte Schalke-Trainer Felix Magath. Doch die Bayern wollen Neuer nach wie vor an die Isar holen - unabhängig davon, wer gegen Wolfsburg im Tor steht.

© SID

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