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13.12.2014

20:22 Uhr

Fußball-Bundesliga

VfB Stuttgart bleibt Schlusslicht

Ein glücklicher Punkt im Abstiegskampf – trotzdem bleibt der VfB Stuttgart Schlusslicht der Fußball-Bundesliga. Im dritten Spiel unter Huub Stevens kamen die Gäste zu einem 1:1 in Mainz.

Abstiegskampf: Der Mainzer Yunus Malli (Mitte) wird von den Stuttgartern Adam Hlousek (l.) und Christian Gentner in die Mangel genommen. dpa

Abstiegskampf: Der Mainzer Yunus Malli (Mitte) wird von den Stuttgartern Adam Hlousek (l.) und Christian Gentner in die Mangel genommen.

MainzDer VfB Stuttgart hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga einen weiteren Rückschlag verhindert. Im dritten Spiel unter der Regie des neuen Trainers Huub Stevens erreichten die Schwaben am Samstagabend ein 1:1 (0:1) beim FSV Mainz 05. Filip Kostic sicherte mit dem Ausgleichstor in der 72. Minute das Remis für den VfB, der dennoch mit 13 Punkten Schlusslicht der Liga bleibt. Johannes Geis (36.) hatte die zum siebten Mal nacheinander sieglosen Mainzer per Freistoß in Führung gebracht.

„Wir wussten, was uns hier erwartet. Die Mannschaft hat sich aber gut dagegen gestemmt“, sagte VfB-Torhüter Sven Ulreich, der den Punktgewinn als verdient bezeichnete, im TV-Sender Sky. „Schade, dass wir in der zweiten Halbzeit nicht nachlegen konnte“, bedauerte der Mainzer Nikolce Noveski.

Mainz erwies sich vor 29.279 Zuschauern als die klar bessere Mannschaft, rutschte aber nach der Sieglos-Serie selber tiefer in die Abstiegszone. Nach dem 0:4-Debakel gegen Schalke 04 rotierte VfB-Coach Huub Stevens. Gleich fünf Wechsel nahm der Niederländer vor. Martin Harnik hätte er gern dabei gehabt. Der Österreicher musste wegen einer Nackenblessur aus dem Abschlusstraining passen. Die Mainzer hatten Yunuas Malli für den verletzten Ja-Cheol Koo und Jairo Samperio neu in der Startelf.

Der 15. Spieltag

TSG Hoffenheim - Eintracht Frankfurt 3:2

Frankfurt beginnt gut, Hoffenheim kommt erst nach und nach besser ins Spiel und geht kurz vor der Pause durch Volland in Führung (43.). Nach dem Seitenwechsel drängen die Gäste auf den Ausgleich und werden belohnt. Aigner trifft zum 1:1 (58.). Kurz darauf bringt Szalai die Hausherren wieder in Front (66.). Nach dem erneuten Frankfurter Ausgleich durch Seferovic (77.) markiert der überragende Firmino kurz vor dem Schlusspfiff den Siegtreffer für die Kraichgauer (87.).

FC Augsburg - FC Bayern 0:4

Eine Stunde lang liefert Augsburg dem Rekordmeister einen heißen Kampf – und geht dann unter. Innerhalb von nur 12 Minuten machen Benatia (58.), Robben (59. und 71.) und Lewandowski (68.) alles klar. Durch den Sieg steht der Rekordmeister bereits als Herbstmeister fest.

Werder Bremen - Hannover 96 3:3

In einer unterhaltsamen Bundesliga-Partie trennen sich Werder und Hannover 3:3. In den ersten 30 Minuten dominiert Hannover das Spiel und geht verdient durch Stindl in Führung (12.). In der 36. Minute erzielt Zlatko Junuzovic den schmeichelhaften Ausgleich. In den zweiten 45 Minuten kommen die Bremer besser aus der Halbzeit uns gehen durch Melvyn Lorenzen sehenswert mit 2:1 in Führung (55.). Joselu und Hiroshi Kiyotake drehen das Spiel erneut (62.,64.). Kurz vor Schluss erzielt Davie Selke den verdienten Ausgleich (88.).

FC Schalke 04 - 1. FC Köln 1:2

Köln gewinnt durch die Tore von Anthony Ujah (46.) und Matthias Lehmann (67., Foulelfmeter) – und belohnt sich für eine starke Defensivleistung. Schalke hingegen rennt 90 Minuten lang an, ohne wirklich gefährlich zu werden. Auch der Anschlusstreffer von Leroy Sane (85.) kann nichts mehr daran ändern.

Hertha BSC - Borussia Dortmund 1:0

Durch das 1:0 des ehemaligen Dortmunder Schieber (40.) geraten die Borussen ins Hintertreffen. Mit viel Glück rettet sich die Klopp-Elf ohne zweites Gegentor in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel baut Dortmund Druck auf, kommt aber erst gegen Ende des Spiels zu guten Chancen. Immobile kann jedoch gleich zwei gute Kopfballchancen (86., 87.) nicht im Tor unterbringen.

SC Freiburg - Hamburger SV 0:0

Der SC Freiburg hat durch Darida nach zwei Minuten die große Chance in Führung zu gehen, doch der Tscheche vergibt einen Foulelfmeter leichtfertig. Danach führen beide Mannschaften eine intensive Partie, in der es kaum nennenswerte Szenen vor dem Tor gibt.

FSV Mainz 05 - VfB Stuttgart 1:1

Mainz geht dank eines Geniestreichs von Johannes Geis, der einen Freistoß sehenswert versenkt (36.), mit einer 1:0-Führung in die Halbzeit. Nach Wiederanpfiff blieben die Rheinhessen dominant, machen aber das zweite Tor nicht. Stuttgart bäumt sich auf und gleicht durch den eingewechselten Filip Kostic glücklich aus (72.).

Bayer Leverkusen - Borussia Mönchengladbach 1:1

Vor der Pause bestimmt Bayer das Spiel und geht verdientermaßen durch Calhanoglu (18.) in Führung. In der Folge hält man den Druck hoch, doch die Gäste nutzen kurz vor der Pause eine ihrer wenigen Möglichkeiten zum Ausgleich durch Brouwers (39.). Der zweite Durchgang ist bietet nur noch vereinzelte Highlights.

VfL Wolfsburg - SC Paderborn 1:1

Vor der Pause wird über weite Strecken Einbahnstraßenfußball des VfL geboten, der durch ein Eigentor von Rafa (17.) führt, weitere Treffer aber unter anderem durch einen von Perisic verschossenen Foulelfmeter (30.) verpasst. Gleich nach der Pause gelingt den verbesserten Gästen aber der Ausgleich, Meha verwandelt einen von Naldo verursachten Strafstoß sicher (51.). Besonders der überragende Kruse im Kasten der Paderborner sorgt anschließend dafür, dass der 1:1-Pausenstand auch nach 90 Minuten Bestand hat.

Die prekäre Situation war beiden Teams in der Anfangsphase deutlich anzumerken. Stuttgart begann mutig, zeigte sich in der Offensive. Gefährliche Szenen aber konnten die Schwaben nicht kreieren, sie blieben ohne jede klare Torchance.

Die Mainzer ins Zeug legten sich ins Zeug, wollten das Ende der Sieglosserie. Der Ertrag war in der ereignisarmen ersten Halbzeit bescheiden. Denn die durchaus sehenswerten Ansätze machten sich die Rheinhessen mit zu vielen Fehlpässen wie in den vergangenen Partien meist selbst kaputt. In der Spitze mühte sich der ehemalige Stuttgarter Shinji Okazaki, hatte aber gegen die großen VfB-Innenverteidiger und wegen der ungenauen Pässe einen schweren Stand.

Dem Spielverlauf entsprechend sorgte eine Standardsituation für die verdiente Führung der agileren Mainzer. Von der Strafraumgrenze zirkelte Geis einen Freistoß über die VfB-Mauer unhaltbar ins Eck. Timo Baumgartl hatte Okazaki zu Fall gebracht. Junior Diaz hätte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit fast noch erhöht. Sein Kopfball segelte aber knapp am Tor vorbei.

Mainz drängte nach der Halbzeit auf den zweiten Treffer. Daniel Ginczek tauchte nach einer Hereingabe von VfK-Kapitän Christian Gentner frei vor Loris Karius auf. Der 05-Keeper rettete mit einem Reflex (51.). Mainz fehlte weiter die Durchschlagskraft im Angriff. Das wurde bestraft. Eine harmlose Flanke des eingewechselten Filip Kostic ließ Nikolce Noveski passieren. Karius schaute verdutzt, als der Ball im Tor lag. Stuttgart wachte auf und drängte plötzlich auf die Führung gegen geschockte Rheinhessen, die dem Spiel aber keine Wende mehr geben konnten.

Von

dpa

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