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24.09.2014

12:45 Uhr

Fußball-Bundesliga

VfB Stuttgart entlässt Sportvorstand Bobic

Bundesligist VfB Stuttgart trennt sich Medienberichten zufolge von Sportvorstand Fredi Bobic. Der Ex-Profi steht seit längerem in der Kritik, der VfB ist vor dem Spiel bei Borussia Dortmund Tabellenletzter.

Steht in Stuttgart vor der Entlassung: VfB-Sportdirektor Fredi Bobic. dpa

Steht in Stuttgart vor der Entlassung: VfB-Sportdirektor Fredi Bobic.

StuttgartNach einem Bericht der „Stuttgarter Zeitung“ soll Sportvorstand Fredi Bobic vom Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart nach dem Abendspiel bei Borussia Dortmund des Amtes enthoben werden. Derzeit würden sich die Gremien des Clubs über die Vorgehensweise abstimmen.

Die handelnden VfB-Personen um den Präsidenten Bernd Wahler hätten zuletzt zunehmend das Vertrauen in die Arbeit des Managers verloren, schrieb die Zeitung am Mittwoch. Eine Quelle für diese Behauptung wurde nicht genannt. Der Club, mit einem Punkt aus vier Spielen Tabellenletzter, wollte den Bericht nicht kommentieren.

Zuvor hatten die „Stuttgarter Nachrichten“ in ihrer Mittwochs-Ausgabe berichtet, dass Bobic spätestens zur Winterpause seinen Job beim VfB verlieren soll. Wahler habe sich intern bereits vom ehemaligen Nationalspieler Bobic distanziert. Die Zeitung beruft sich ebenfalls auf eigene Recherchen und nennt keine Quelle.

Bundesliga: Fakten zum 5. Spieltag

Eintracht Frankfurt - FSV Mainz 05 2:2

In der ersten Halbzeit war Frankfurt das bessere Team, hatte mehr vom Spiel, während Mainz sicher verteidigt. Kurz vor der Halbzeit geht es ab: Erst trifft Hofmann zum 1:0 (41.) für die Gäste, wenig später erhöht Okazaki zum 2:0 (44.). In der Nachspielzeit trifft Meier zum 1:2-Anschlusstreffer. In der zweiten Halbzeit sind die Frankfurter tonangebend, aber Mainz lässt kaum etwas zu. Durch einen Standard kommt Frankfurt durch Seferovic zum 2:2 (82.). In der Nachspielzeit hat Meier noch die Chance zur Führung für die Hessen, aber er vergibt aus neun Metern (90.+3). Am Ende ein leistungsgerechtes Remis.

Bayern München - SC Paderborn 4:0

Paderborn kann sich trotz der hohen Niederlage nicht viel vorwerfen, weil München vor allem im ersten Durchgang eine starke Leistung zeigt und sich das 4:0 mehr als verdient. Götze leitet den Torrausch in der 8. Minute ein, in der 14. Minute legt Lewandowski zum 2:0 nach. In der zweiten Hälfte kann sich der Aufsteiger und bisherige Tabellenführer zunächst lange gegen den vorentscheidenden Gegentreffer wehren und kommt durch Koc und Kachunga zu eigenen guten Chance. In der 78. Minute gelingt Götze dann mit seinem zweiten Tor das 3:0 und Müller erhöht sechs Minuten später zum 4:0-Endstand (85.).

1899 Hoffenheim - SC Freiburg 3:3

Erneut kassieren die Freiburger in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer. Insgesamt geht das Unentschieden in Ordnung. Während Freiburg in der ersten Hälfte besser ist und verdient zur Pause durch einen Doppelpack von Frantz (31. und 33.) führt, Elyounoussi verkürzt noch vor der Pause zum 1:2 (44.), kommt Hoffenheim bärenstark aus der Kabine und gleicht verdient durch Rudy (63.) aus. Dass es am Ende trotz der erneuten Führung durch Darida (75.) wieder nicht für den ersten Dreier für den SCF reicht ist extrem bitter, aber nicht unverdient. Den Ausgleichstreffer erzielt Vestergaard in der 93. Spielminute.

Werder Bremen - Schalke 04 0:3

Am Ende unterliegt Bremen zu Hause mit 0:3 und verkauft sich unter Wert. Lange Zeit ist man das bessere Team und verschläft die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel. Schalke ist in dieser Phase hellwach und geht durch einen Doppelschlag von Meyer (48.) und Neustädter (51.) mit 2:0 in Führung. Anschließend wirft Werder alles nach vorne, ohne die ganz großen Chancen zu haben. Barnetta (85.) entscheidet die Partie am Ende durch einen Konter.

Borussia Dortmund - VfB Stuttgart 2:2

Eine turbulente und spannende Schlussphase entschuldigt eine zähe erste Halbzeit. Was die beiden Kontrahenten in der ersten Halbzeit vergessen haben, versuchen sich in Durchgang zwei mit aller Macht aufzuholen. Erst trifft Didavi doppelt (48., 68.) zur Stuttgarter Führung, die durch Aubameyang (73.) und Immobile (86.) egalisiert wird. Die Stuttgarter liefern trotz des schlechten Saisonstarts ein gutes und vor allem effektives Spiel. Die taktisch defensive Ordnung halten die Schwaben diszipliniert und bereiten dem Gastgeber damit lange Zeit Kopfzerbrechen. Dortmund spielt 70 Minuten lang zu ungenau, der letzte Pass kommt meist nicht an. Am Ende wacht der BVB zu spät auf und hat Glück, dass Rüdiger glänzend auf der Linie klärt.

Bayer Leverkusen - FC Augsburg 1:0

Nach einem offenen Beginn gehen die Leverkusener in der 33. Minute nach einer schönen Kombination durch Son in Führung. Im Anschluss schaltet die Werkself einen Gang zurück und einzig die Spielunterbrechung aufgrund des Unwetters ist in Halbzeit eins noch erwähnenswert. Zu Beginn der zweiten Hälfte präsentieren sich die Leverkusener wieder besser und aggressiver. Der FCA schafft es nicht, gefährlich in Richtung Leno vorzudringen. Somit gehen die Leverkusener als verdienter Sieger vom Platz, obgleich sie nicht dauerhaft überzeugen können.

Bor. Mönchengladbach - Hamburger SV 1:0

Die Fohlen-Elf gewinnt durch das Tor von Max Kruse (25.) völlig verdient mit 1:0. Der Hamburger SV bleibt derweil auch im fünften Spiel ohne Tor und stellt damit den Negativrekord des VfL Bochum aus der Saison 1979/80 ein. Nachdem sie stark anfangen, bringt das Gegentor das Team von Joe Zinnbauer aus dem Konzept.

Hannover 96 - 1. FC Köln 1:0

Die Hausherren gewinnen in einer schwachen Partie glücklich mit 1:0 gegen den 1. FC Köln. Hannover überzeugt nur in den ersten zwanzig Minuten, erzielt dabei aber den Siegtreffer durch Joselu (5.). Köln bleibt in der ersten Hälfte harmlos und taut erst nach der Halbzeit auf. Dann kommen die Gäste zu mehreren Möglichkeiten, lassen diese aber ungenutzt verstreichen. Hannover dagegen bietet offensiv gar nichts mehr an und scheint körperlich nach der 65. Minute platt zu sein. Köln kann die körperliche Überlegenheit nicht nutzen und verliert so am Ende gegen schwache Hannoveraner.

Hertha BSC - VfL Wolfsburg 1:0

Die Berliner gewinnen verdient mit 1:0 gegen den VfL Wolfsburg. In einer ausgeglichenen Partie machen es die Hauptstädter einfach klüger als die Wölfe. Die Abwehr ist dabei der wichtigste Teil. Diese steht heute sehr kompakt und bringt den VfL zur Verzweiflung. Hertha-Neuzugang Kalou macht ein starkes Spiel und bringt die Alte Dame in der 35. Minute mit einem Kopfball in Führung. Wolfsburg hat immer wieder Chancen, De Bruyne (38.) und Perisic (73.) scheitern aber an Thomas Kraft. Letztlich erarbeitet sich die Hertha dank einer starken Defensivleistung den ersten Saisonsieg.

Bobic steht seit längerem in der Kritik. Die Fans des Traditionsvereins werfen ihm unter anderem eine verfehlte Einkaufspolitik vor und sehen in ihm den Hauptschuldigen für den Beinahe-Abstieg in der vergangenen Saison. Präsident Wahler hatte Bobic am Samstag in einem TV-Interview mit „Sky“ noch öffentlich unterstützt: „Er ist aber absolut der Mann unseres Vertrauens.“

Kommentare (1)

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Herr Fritz Tolas

24.09.2014, 21:02 Uhr

Der Verein ist traditionell schlecht geführt. Warum auch immer. Der Rausschmiss von Bobic wird das Problem nicht lösen. Stuttgart ist quasi das Schalke des Südens. Beste Bedingungen für sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg und als Ergebnis eine sportliche und wirtschaftliche Dauerkriese.
Der Fisch stinkt in der Regel und nicht vom Fuss (Bobic).

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