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22.01.2007

14:01 Uhr

Arminia Bielefeld muss sich einen neuen Coach suchen, Ligakonkurrent Borussia Dortmund kann sich auf seinen Wunschtrainer freuen. Nachdem Thomas von Heesen seinen Arbeitgeber Bielefeld zu Wochenbeginn darüber informiert hat, dass er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag bei den Ostwestfalen nicht verlängern wird, ist der Weg für ihn in das rund 120km entfernte schwarz-gelbe Fußball-Mekka frei. "Wir hätten gerne das Konzept mit Thomas von Hessen fortgesetzt, deshalb bedaure ich diese Entscheidung. Aber nun haben wir zumindest Planungssicherheit", sagte Bielefelds Präsident Hans-Hermann Schwick am Montag.

Beim BVB, der in der Winterpause für den entlassenenen Bert van Marwijk zunächst mal Jürgen Röber für ein halbes Jahr unter Vertrag genommen hatte, hält man sich indes bedeckt. Vorstandschef Hans-Joachim Watzke meinte kurz und bündig, dass vor Ende April/Anfang Mai zum Trainer-Thema nichts mehr an die Öffentlichkeit dringen werde, nachdem es im Zusammenhang mit der Trennung von van Marwijk zu Indiskretionen gekommen war.

"Es könnte sogar sein, dass ich eine Pause machen"

Insider rund um den Borsigplatz wollen aber wissen, dass mit dem 45-Jährigen von Heesen bereits alles in trockenen Tüchern ist. Auch Interimscoach Röber hat in der Winterpause einige Male durchblicken lassen, dass er sich seiner Rolle als Platzhalter bis zum Sommer bewusst ist.

Von Heesen, der seit dem 1. Juli 2005 wieder als Chefcoach bei Arminia die Verantwortung trägt und zuvor seit 1997 mit kurzer Unterbrechung als Teammanager, Trainer, Interimscoach und Sportdirektor für Bielefeld aktiv war, wollte sich am trainingsfreien Montag selbst zu seiner Zukunft nicht äußern. "Zu meiner beruflichen Situation ab dem Sommer werde und will ich mich nicht äußern. Es könnte sogar sein, dass ich eine Pause mache", sagte der Europapokalsieger von 1983 der Bild-Zeitung und betonte zugleich, dass es ihm nicht ums Geld ginge. Vielmehr gehe es um ein sportliches Konzept, woanders könne er nicht das verdienen, was er in Bielefeld bekommen hätte.

"Kontaktaufnahme zu potenziellen Nachfolgekandidaten forcieren"

Die Arminia-Vereinsführung hatte zuvor versucht, von Heesen mit einer deutlichen Anhebung seiner Bezüge längerfristig an den Verein zu binden. Schwick betonte, dass es sportlich zwischen dem Trainer und der Mannschaft gut gepasst habe, wie auch die Hinrunde mit dem respektablen achten Platz deutlich gemacht habe.

Weder für ihn noch seine Kollegen in der Vereinsführung sei der Schritt aber überraschend gekommen, da man sich darüber im Klaren gewesen sei, dass von Heesen bei einem attrakiven Angebot zuschlagen werde. "Die Arminia-Geschäftsführung wird ab sofort die Kontaktaufnahme zu potenziellen Nachfolgekandidaten forcieren, um die Planung und Vorbereitung der kommenden Saison möglichst schnell auf den Weg bringen zu können", hieß es in einer Pressemitteilung.

© SID

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