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25.01.2010

16:21 Uhr

Fußball Bundesliga

„Wölfe“ setzen Armin Veh vor die Tür

Die Heimpleite gegen Köln war zuviel: Meister VfL Wolfsburg hat sich von Coach Armin Veh getrennt. Bis auf Weiteres übernimmt Lorenz-Günther Köstner das Training. Doch der soll nur eine Zwischenlösung sein. Erste prominente Namen für die Veh-Nachfolge kursieren bereits.

Eher keine Freunde: Armin Veh (l.) und Dieter Hoeneß. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Eher keine Freunde: Armin Veh (l.) und Dieter Hoeneß. Foto: Bongarts/Getty Images

Die Fußstapfen von Meister-Macher Felix Magath waren für Armin Veh eine Nummer zu groß. Nach nicht einmal sieben Monaten hat der auf Rang zehn abgestürzte deutsche Fußball-Meister seinen Trainer entlassen. Als Nachfolger wird vor allem der frühere Nationalspieler Bernd Schuster gehandelt. Der langjährige Bundesliga-Trainer Lorenz-Günther Köstner, der normalerweise die 2. Mannschaft des VfL trainiert, übernimmt das Amt vorerst als Interimstrainer.

Der 57-Jährige wird nach Klub-Angaben auf jeden Fall auch im Nord-Derby beim Hamburger SV am Freitag auf der Bank sitzen. Im Vorjahr hatte Magath den VfL zum ersten deutschen Meistertitel der Vereinsgeschichte geführt und war danach zu Schalke 04 abgewandert.

Hoeneß: "Leider blieben die sportlichen Ergebnisse aus"

"Die Zusammenarbeit mit Armin Veh war gut, auch sein Verhältnis zur Mannschaft war intakt. Leider blieben die sportlichen Ergebnisse aus. Wir waren nicht mehr der Überzeugung, dass wir die Situation gemeinsam mit Armin Veh in absehbarer Zeit hätten ändern können", sagte Manager Dieter Hoeneß, der nach nur zehn Tagen beim VfL schon die erste Trainer-Entlassung vollziehen musste. Hoeneß sprach von einer "tiefen Verunsicherung der Mannschaft. Zuletzt neun Pflichtspiele ohne Sieg und die hohe Anzahl von 38 Gegentoren in der Bundesliga sprechen eine deutliche Sprache."

Mit der Suche eines Nachfolgers will er sich aber Zeit lassen. "Wir sind nicht in einer Situation, in der wir zeitlich etwas übers Knie brechen müssen. Wir werden uns bei der Suche nach einem Nachfolger so viel Zeit lassen wie notwendig", sagte er der Welt (Dienstag-Ausgabe). Es könne zudem sein, dass der neue Trainer im Gegensatz zu Magath und Veh "nicht wieder als Geschäftsführer angestellt wird".

Der VfL-Aufsichtsrats-Vorsitzende Francisco Javier Garcia Sanz erklärte nach der Präsidiumssitzung, die Entscheidung sei "nicht leicht gefallen. Wir sind jedoch zu der Erkenntnis gekommen, dass wir nach den vielen negativen Erlebnissen der letzten Wochen handeln mussten - auch um einen Neuanfang zu starten. Die Stimmung rund um den VfL wäre zu belastet gewesen, um daraus Kraft für künftige Erfolge schöpfen zu können."

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