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29.01.2011

18:38 Uhr

Fußball Bundesliga

Wolfsburg in Not - Hoffnungsträger Farfan

Wolfsburgs Trainer Steve Mcclaren verlangt lautstark Verstärkungen. Zu Wunschspieler und Hoffnungsträger Jefferson Farfan von Schalke 04 schweigt Manager Dieter Hoeneß jedoch.

Jefferson Farfan wird Schalke wohl verlassen. Foto: SID Images/pixathlon SID

Jefferson Farfan wird Schalke wohl verlassen. Foto: SID Images/pixathlon

Der angezählte Trainer Steve Mcclaren fordert lautstark Verstärkungen, Manager Dieter Hoeneß schweigt sich über seinen Wunschspieler Jefferson Farfan aus und eröffnet stattdessen einen Nebenkriegsschauplatz mit dem 1. FC Kaiserslautern - beim VfL Wolfsburg herrscht große Unruhe. Nach dem 0:3 gegen Borussia Dortmund ist die Lage angesichts von nur vier Punkten Vorsprung auf den 16. Tabellenplatz bedenklich.

"Man hat gesehen, dass unser Kader zu dünn besetzt ist. Ich habe schon vor vier Wochen neue Spieler gefordert, aber wer zählt schon die Wochen", sagte Mcclaren und erhöhte den Druck auf die Einkaufsabteilung. "Ich bin sicher, dass hinter den Kulissen fieberhaft gearbeitet wird und vor Ende der Transferperiode noch etwas passiert."

Manager Dieter Hoeneß ließ sich jedoch nicht in die Karten schauen. "Wir prüfen derzeit Transfers, ob sie Sinn machen. Bitte geben Sie uns bis Montagabend Zeit", sagte Hoeneß mit Blick auf das Ende der Transferperiode. Angeblich sind sich die "Wölfe" mit Schalkes Farfan einig. Drei Mill. Euro netto soll der Peruaner pro Jahr erhalten, die Ablösesumme wird auf 13 Mill. Euro geschätzt.

Verstärkung so gut wie sicher

Auch wenn Hoeneß mauert, gilt es als sicher, dass bis Montagabend noch Verstärkungen kommen. Nach dem Verkauf von Edin Dzeko für die Rekordsumme von 35 Mill. Euro ist noch viel Geld in der Kasse. Doch Mcclaren sollte sich nicht zu sicher sein, dass er dadurch aus der Schusslinie gerät. Seine Bilanz ist erschreckend, in den letzten zehn Ligaspielen gelang seinem Team nur ein Sieg.

Hinzu kommen unglückliche Entscheidungen des ersten englischen Trainers in der Bundesliga. Gegen Dortmund brachte der Brite in Sascha Riether, Mario Mandzukic und Grafite drei angeschlagene Spieler von Beginn an. Das Trio musste im Verlauf des Spiels wieder ausgewechselt werden.

Trainerfrage: Hoeneß schweigt

Manager Hoeneß wollte sich aber auch zur Trainerfrage nicht äußern. Bekannt ist, dass der 58-Jährige einen guten Draht zu Ralf Rangnick hat. Der ehemalige Hoffenheimer Coach könnte passen, zumal er angesichts der finanziellen Möglichkeiten des Werksklubs seine sportlich hohen Ansprüche in Wolfsburg durchsetzen könnte.

Unnötigerweise eröffnete Hoeneß ein weiteres Störfeuer und ließ ein Bild mit ihm und Neuzugang Srdjan Lakic auf der Website des Klubs freigeben. Kaiserslauterns Boss Stefan Kuntz reagierte empört, da Lakic die Roten Teufel vor seinem Wechsel zum Klassenerhalt schießen soll. "Eine Frechheit! Unter der Gürtellinie. Dafür wird er zahlen", tobte Kuntz. Hoeneß schoss zurück. "Was Stefan Kuntz jetzt reitet, so eine Schärfe reinzubringen, verstehe ich nicht. Er sagte ja zu uns, für sechs Mill. Euro können wir Lakic sofort haben."

© SID

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