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08.12.2012

20:37 Uhr

Fußball Bundesliga

Wolfsburg nutzt Fehlentscheidung gegen Dortmund

Schwerer Rückschlag für Borussia Dortmund: In einem packenden Spiel verlor der deutsche Meister in Unterzahl gegen den VfL Wolfsburg. Zuvor sahen die Zuschauer zwei Elfmeter und eine unberechtigte Rote Karte.

War an allen drei Wolfsburger Treffern beteiligt: VFL-Spielmacher Diego (l.). SID

War an allen drei Wolfsburger Treffern beteiligt: VFL-Spielmacher Diego (l.).

DortmundZwei fragwürdige Elfmeter, ein zweifelhafter Platzverweis, leidenschaftliche Diskussionen: Das 2:3 (1:2) von Borussia Dortmund gegen den VfL Wolfsburg hat dem deutschen Meister einen neuerlichen Rückschlag im Kampf um die Titelverteidigung gebracht.

Besonders im Fokus stand Schiedsrichter Wolfgang Stark. Mit seiner falschen Elfmeterentscheidung und der anschließenden Roten Karte für Marcel Schmelzer (35. Minute) brachte er die Borussia fast im Alleingang aus dem Tritt. „Das ist brutal hart“, klagte BVB-Trainer Jürgen Klopp, „bei 11 gegen 11 gibt es nur einen Sieger. Da gibt es kein vertun.“

Nach der bereits zweiten Heimschlappe gerät beim Titelverteidiger die avisierte Rückkehr in die Königsklasse mehr und mehr in Gefahr. Tore von Diego (36./Handelfmeter), Naldo (41.) und Bas Dost (73.) sorgten vor 80 000 Zuschauern im Signal Iduna Park für Ernüchterung. „Jeder außer Lorenz hat gesehen, dass es kein Elfmeter und keine Rote Karte war“, schimpfte Klopp.

Auch die beiden Treffer von Marco Reus (6.) und Jakub Blaszczykowski (61./Foulelfmeter) spendeten kaum Trost. Aus Angst vor allzu kritischen Kommentaren verbot er seinen Profis nach dem Schlusspfiff, sich zum Spiel zu äußern. Dafür fand Klopp deutliche Worte: „Wie Marcel mit dem Platzverweis umgegangen ist, müsste man ihn für den Friedensnobelpreis vorschlagen.“

Anders als die Dortmunder hatte „Wölfe“-Coach Lorenz-Günther Köstner wenig Grund zur Klage: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie hat sich zurückgekämpft.“ Zu der umstrittenen Schlüsselszene in der 35. Minute wollte der Magath-Nachfolger nur wenig sagen: „Wenn Handspiel auf der Linie gegeben wird, ist es laut Regel eine Rote Karte. Soll ich mich dafür entschuldigen?“

Kommentare (3)

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schmidtke

09.12.2012, 08:15 Uhr

nach dieser entsceidung von stark ist es wohl leicht sich als sieger zu fühlen und die punkte mitzunehmen. wolfsburg war unfair im hinauszögern des zeitverlaufes. auch die unfaire spielart von wolfsburg ist zu verurteilen. so kann man auch die gegenspieler ausschalten. mit spielkunst hat das nichts mehr zu tun und freuen würde ich mich an deren stelle nicht. wenn wolfsburg an der stelle vom bvb gewesen wäre, hätte das torverhätnis ganz ander ausgesehen.

JSchmidt

09.12.2012, 10:29 Uhr

Der Charakter dieser Mannschaft (Wolfsburg) zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Spielen gegen den Trainer (Felix Magath) - bei Nichtberücksichtigung im Kader (Diego) einfach abgehauen - starkes Intervenieren beim Schiedsrichter, beim angeblichen Handspiel (Schmelzer) - wiederholtes Einwerfen von Ersatzbällen ins Spielfeld (Spielverzögerung) Ums auf den Punkt zu Bringen - eine Söldnertruppe ohne Charakter !

Hollerbach

09.12.2012, 20:38 Uhr

Sehr fragwürdige Kommentare!
1. Auf welche Aussagen/Beweise beziehen sich schmidkte und JSchmidt? Bisher spricht nur Klopp von "wiederholtem" Einwerfen, aber es gibt weder Videoaufnahmen davon noch sind sie im Spielbericht erwähnt.
2. Worauf beziehen sich die Aussagen über eine "unfaire spielart"? Die Bilanz der gelben Karten liest sich wie folgt: drei auf beiden Seiten.
3. Welches "torverhätnis" (sic) spricht schmidtke an? Es hat nur eine Mannschaft ein reguläres Tor erzielt.
4. Diegos Reaktion auf seine Nichtberücksichtigung ist weder der aktuellen noch der vorherigen Saison zuzuordnen.

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