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08.03.2006

22:55 Uhr

Fußball Champions-League

Milan demütigt FC Bayern

Eine Woche nach der 1:4-Blamage des WM-Gastgebers in Florenz hat auch der deutsche Branchenprimus Bayern München in Italien ein Debakel erlebt. Im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League ging der Rekordmeister an der Stätte seines letzten großen Triumphes ebenfalls sang- und klanglos 1:4 (1:2) beim AC Mailand unter und verpasste damit wie Werder Bremen 24 Stunden zuvor gegen Juventus Turin den Einzug ins Viertelfinale.

Bild mit Symbolwert: Filippo Inzaghi jubelt über seinen 3:1 gegen den FC Bayern. Im Hintergrund liegen die geschlagenen Münchener. Foto: dpa

Bild mit Symbolwert: Filippo Inzaghi jubelt über seinen 3:1 gegen den FC Bayern. Im Hintergrund liegen die geschlagenen Münchener. Foto: dpa

HB MAILAND. Statt des erhofften „Wunders von Mailand“ kassierten die Münchner am Mittwochabend die höchste Niederlage in Europas Fußball-Königsklasse seit fast elf Jahren. Milan, das vor 78 577 Zuschauern im Giuseppe-Meazza-Stadion den 50. Sieg in der Königsklasse feierte, hatte bereits mit einem 1:1 im Hinspiel den Grundstein für das Weiterkommen gelegt.

Bayern-Trainer Felix Magath verteidigte trotz der klaren Niederlage seine Mannschaft und sprach von Fehlern des russischen Schiedsrichters Walentin Iwanow bei den ersten drei Gegentoren. „Natürlich sind wir enttäuscht, weil wir unser Ziel nicht erreicht haben. Aber da gab es ein paar sehr unglückliche Entscheidungen“, sagte Magath. Sein Team müsse sich nicht hinter den siegreichen Italienern verstecken. „Wir sind nicht zu schwach für die europäische Elite“, sagte Magath trotzig.

Katastrophale Fehler in den Anfangsphasen der ersten und zweiten Hälfte rissen die Bayern früh aus allen Träumen. Filippo Inzaghi in der achten und Andrej Schewtschenko in der 25. Minute sowie erneut Inzaghi kurz nach der Halbzeit (47.) und Mittelfeldstar Kaka (59.) ließen keine Zweifel am Weiterkommen der Gastgeber aufkommen. Nur das zwischenzeitliche 1:2 durch Valerien Ismael (36.) ließ kurzfristig so etwas wie Hoffnung bei den Bayern aufkeimen. „Erst nach dem 2:0 hat die Mannschaft den Fight angenommen. Da hat sie so gespielt, wie man es muss", sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß zur Schluss-Viertelstunde der ersten Hälfte. Es war für München der zweite Nackenschlag in Folge nach dem 1:2 gegen den Hamburger SV am vergangenen Wochenende.

Bereits vor Spielbeginn gab es Ärger für Bayern München: Die etwa 10 000 mitgereisten Fans des Rekordmeisters schossen wie auch bei den vergangenen Auswärtsspielen in der Champions League Leuchtraketen auf das Spielfeld. Auf dem Rasen ging es von Beginn an ähnlich emotionsgeladen zur Sache - was jedoch nicht an der Bayern-Elf lag. Ängstlich, bieder und weit entfernt von der Form, die ihnen vor knapp fünf Jahren in Mailand den vierten Triumph in der „Königsklasse" bescherte, überließen die Münchner den Hausherren die Regie.

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