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18.04.2006

09:01 Uhr

Fußball Champions-League

Rijkaard: "Wir vertrauen auf unsere Stärken"

In der Champions League kommt es heute zum Treffen der einstigen "Milan"-Helden und heutigen Trainer Carlo Ancelotti und Frank Rijkaard. Rijkaard muss mit seinem FC Barcelona im Halbfinale bei Ancelottis AC Mailand ran.

Zuerst als Spieler, jetzt als Trainer: Carlo Ancelotti und Frank Rijkaard wollen mit ihren Klubs an gemeinsame Erfolge in der Champions League anknüpfen. Als Spieler haben sie mit dem AC Mailand schon zweimal den Champions-League-Titel gewinnen können. Heute (20.45 Uhr/live bei Sat.1 und Premiere) kommt es zum Duell der beiden einstigen Milan-Helden, doch für die Dauer des Halbfinals zwischen AC Mailand und dem FC Barcelona in San Siro muss die Freundschaft der beiden ruhen. "Es ist immer eine große Freude, nach Mailand zurückzukehren. Aber ich bin nun Trainer des FC Barcelona, die Dinge liegen jetzt anders", erklärt Rijkaard.

Der ehemalige niederländische Nationalspieler, der Milan 1990 mit seinem Tor zum vierten der bislang sechs Champions-League-Titel geschossen hatte, könnte in dieser Saison zum erlesenen Kreis derjenigen stoßen, die sowohl als Spieler als auch als Trainer die begehrte Trophäe gewannen. Ancelotti gehört als einer von vier Fußballern bereits dazu, 2003 vollbrachte er dieses Kunststück als Coach von Milan. "Mit unseren Stärken haben wir gute Chancen, Barca unter Druck zu setzen", sagt der 46-Jährige, der zuletzt in der Serie A das Stadtderby gegen Inter Mailand 1:0 gewann.

"Viel Erfahrung mit ihrem System"

Sein drei Jahre jüngerer Kollege weiß um Milans Stärken. "Die Mailänder haben viel Erfahrung mit ihrem System. Sie haben eine gute defensive Organisation, aber auch viele Spieler mit großen Fähigkeiten, die im Offensivbereich viel Druck machen können", warnt Rijkaard. "Es wird interessant sein zu sehen, wie wir das aushalten werden."

Ein wichtiger Akteur droht bei den Italienern jedoch auszufallen. Torjäger Filippo Inzaghi plagt sich mit einem grippalen Infekt herum, sein Einsatz gilt als eher unwahrscheinlich. Stürmerstar Andrej Schewtschenko, der am 20. Oktober 2004 in der Champions-League-Vorrunde mit seinem Treffer den letzten Erfolg gegen "Barca" besiegelte (1:0), wird hingegen dabei sein.

"Barca" mit Personalssorgen

Den spanischen Meister plagen derweil einige Personalsorgen. Bei der geglückten 1:0-Generalprobe am Freitag gegen den anderen spanischen Champions-League-Halbfinalisten FC Villarreal zog sich der Schwede Henrik Larsson eine Knöchelverletzung zu und wird nicht mitwirken können. Zudem ist Deco gesperrt, das argentinische Talent Lionel Messi fällt für beide Halbfinals wegen eines Muskelfaserrisses aus, der Langzeitverletzte Xavi fehlt ebenfalls. Der brasilianische Superstar Ronaldinho, der gegen Villarreal geschont wurde, ist dagegen wieder im Vollbesitz seiner Kräfte.

Von Nervosität wegen der angespannten Personalsituation und des besonderen Duells mit seinem Ex-Klub will Rijkaard jedoch nichts wissen. "Ich bin nur nervös, wenn ich vor die Presse treten muss", konterte er entsprechende Nachfragen. Und auch "Kumpel" Ancelotti lässt sich durch die Verletztenliste der Spanier nicht blenden.

© SID

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