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08.01.2011

11:30 Uhr

Fußball Champions-League

Schalke-Spiel unter Manipulationsverdacht

Das Champions-League-Spiel von Schalke 04 gegen Hapoel Tel Aviv (3:1) ist in den Fokus der Uefa geraten. Ungewöhnliche Beträge sollen auf einen hohen S04-Sieg gewettet worden sein.

Verschoben? Itay Shechter im Duell mit Benedikt Höwedes (r.). Foto: SID Images/Team 2 SID

Verschoben? Itay Shechter im Duell mit Benedikt Höwedes (r.). Foto: SID Images/Team 2

Das Champions-League-Gruppenspiel zwischen dem Bundesligisten Schalke 04 und Hapoel Tel Aviv steht unter Manipulations-Verdacht. Wie die Süddeutsche Zeitung am Samstag berichtete, befasse sich die Europäische Fußball-Union (Uefa) nach einer Beschwerde mit dem Spiel und entsprechenden Hinweisen. Demnach sollen vor allem in Asien ungewöhnlich hohe Beträge, die sich auf ein Volumen von zwölf Mill. Euro belaufen, auf einen Sieg Schalkes mit mindestens zwei Toren Differenz gewettet worden seien. Das ist nach Experten-Meinungen ein deutliches Indiz für eine mögliche Manipulationen. Die Königsblauen hatten das Spiel mit 3:1 für sich entschieden.

Schalkes Trainer Felix Magath zeigte sich von den Meldungen überrascht. "Ich höre das jetzt zum ersten Mal", sagte der 57-Jährige im türkischen Belek, wo sich die Königsblauen auf den Rückrundenstart gegen den Hamburger SV vorbereiten. "Wenn man 3:0 gegen Olympique Lyon gewinnt, dann ist ein 3:1-Heimsieg gegen einen Gegner aus Israel sicher nicht so ungewöhnlich, ohne gleich einer Manipulation verdächtig zu sein", sagte Magath. Auch sei es "normal, dass ein Team auswärts schwächer spielt als daheim, das haben wir selbst in der Hinrunde in der Bundesliga erlebt". In Tel Aviv waren die Schalker am 2. November nur mit viel Glück zu einem mühsamen 0:0 gegen heimstarke Israelis gekommen.

Unter dem Verdacht der Manipulation steht bei Hapoel offenbar der brasilianische Abwehrspieler Douglas da Silva. Der 26-Jährige soll von einem früheren Mitspieler, der laut Medienberichten ein illegales Wettbüro führte, erpresst worden sein. Abwehrspieler da Silva wechselte in der Winterpause zum österreichischen Spitzenklub Red Bull Salzburg.

© SID

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