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07.03.2006

22:39 Uhr

Fußball Champions-League

Wiese-Patzer reißt Werder aus allem Träumen

Die Sensation war für Werder Bremen zum Greifen nahe, doch ein kapitaler Patzer von Schlussmann Tim Wiese zwei Minuten vor Schluss riss den Bundesliga-Zweiten aus allen Champions-League-Träumen. Die Hanseaten verpassten mit der 1:2 (1:0)-Niederlage beim italienischen Rekordmeister wie schon im Vorjahr den Einzug ins Viertelfinale und verspielten damit weitere Millionen-Einnahmen. Der 3:2-Erfolg aus dem Hinspiel war in der Endabrechnung gegen den souveränen Spitzenreiter der italienischen Serie A zu wenig.

Verzweifelt nach seinem millionenteuren Patzer: Tim Wiese kann es nicht fassen. Foto: ap

Verzweifelt nach seinem millionenteuren Patzer: Tim Wiese kann es nicht fassen. Foto: ap

TURIN. Johan Micoud hatte Werder nach 13 Minuten in Führung gebracht. Der Franzose David Trezeguet (65.) leitete im zweiten Durchgang die Wende ein, ehe der frühere Leverkusener Emerson nach dem Fehler von Wiese zuschlug. Der Bremer Schlussmann rutschte der Ball bei einer Hechtrolle aus den Händen und „schenkte" dem Brasilianer quasi das Tor.

„Ich kann es nicht fassen. Ohne diesen Fehler hätte uns Turin heute im Leben nicht geschlagen“, sagte Nationalspieler Torsten Frings den Tränen nahe. „Wir sind noch alle geschockt. Wir haben riesig gespielt und hätten es verdient gehabt. Aber wir sind bitter bestraft worden“, sagte Trainer Thomas Schaaf. Der bis dahin überragende Wiese wurde zum tragischen Helden, weil er das Leder beim Abrollen im Strafraum nicht festhalten konnte und Werder damit den Einzug in die Runde der letzten Acht verdarb, die am 17. März ausgelost wird.

Vor 40 226 Zuschauern im Stadio Delle Alpi wurde eine wahre Abwehrschlacht der Hanseaten nicht belohnt. Insbesondere nach dem Seitenwechsel entwickelten die Platzherren einen permanenten Dauerdruck, dem die Bremer Hintermannschaft lange Zeit gewachsen war. Bis wenige Minuten vor Schluss bot Torhüter Tim Wiese eine fast fehlerfreie Leistung und vereitelte mindestens ein halbes Dutzend Großchancen der Italiener, ehe er zum tragischen Helden wurde.

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