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11.01.2011

15:12 Uhr

Fußball DFB

Amerell will Schadensersatz und Schmerzensgeld

Manfred Amerell und Michael Kempter sehen sich am 10. Februar ein Jahr nach Bekanntwerden der Schiri-Affäre vor Gericht wieder. Amerell fordert Schadensersatz und Schmerzensgeld.

Manfred Amerell klagt gegen Michael Kempter. Foto: SID Images/Firo SID

Manfred Amerell klagt gegen Michael Kempter. Foto: SID Images/Firo

Ein Jahr nach Bekanntwerden der delikaten Schiedsrichter-Affäre um Manfred Amerell und Michael Kempter stehen die juristischen Scharmützel vor dem Abschluss. Am 10. Februar verhandelt das Landgericht Hechingen die Zivilklage von Amerell gegen Kempter. Der frühere DFB-Schiedsrichterbeobachter verklagt den ehemaligen Fifa-Referee auf 150 000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld. Kempter hatte Amerell beschuldigt, ihn sexuell belästigt zu haben.

Richter Alexander Meinhoff geht davon aus, dass beide Personen vor Gericht erscheinen werden. Wie lange der Zivilprozess in dem rund 60 Kilometer von Stuttgart entfernten Hechingen dauert, ist noch nicht absehbar. Im günstigsten Fall könnte schon am ersten Prozesstag ein Urteil gefällt werden.

Amerell hatte im vergangenen Sommer allen Schiedsrichtern der 1. und 2. Bundesliga sowie dem kompletten DFB-Präsidium eine 21-seitige Dokumentation zukommen lassen. Darin werden von Amerell die Aussagen, die Kempter bei der Anhörung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) am 10. Februar 2010 sowie bei der Zeugenvernehmung bei der Staatsanwaltschaft Augsburg am 13. April getätigt hatte, in Zweifel gezogen. Nach Angaben von Amerell seien die Aussagen von Kempter sowohl inhaltlich als auch zeitlich betrachtet falsch.

Kempter schweigt

Daraufhin waren offensichtlich auch beim DFB Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Kempter größer geworden. Der 27-Jährige darf bis auf Weiteres kein Spiel mehr leiten. Kempter selbst bezieht zu den Vorwürfen von Amerell seit Monaten öffentlich keine Stellung und verweist auf das laufende Ermittlungsverfahren.

Ende Mai hatte die Staatsanwaltschaft Augsburg die Ermittlungsverfahren gegen Amerell und Kempter aufgrund eines fehlenden Tatverdachts eingestellt. Kurz darauf hatte Amerell angekündigt, wegen Rufschädigung zivilrechtlich gegen Kempter vorzugehen.

© SID

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