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03.01.2007

11:12 Uhr

Fußball DFB

Bierhoff nimmt DFB in die finanzielle Pflicht

Oliver Bierhoff fordert auch nach der WM für die Nationalmannschaft die größtmögliche finanzielle Unterstützung durch den DFB: "Wir dürfen nicht einen Gang zurückschalten", sagt der Nationalmannschafts-Manager.

Auch nach dem finanziellen Kraftakt der WM fordert Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) weiter die optimale Förderung des Teams von Bundestrainer Joachim Löw mit Geldmitteln. "Die Nationalmannschaft ist die größte Einnahmequelle des DFB, deshalb muss dafür gesorgt werden, dass dieses Produkt immer gepflegt wird und alle Möglichkeiten hat, optimale Leistungen zu bringen", sagte der Europameister von 1996 in einem Interview mit der Sport-Bild mit Blick auf angekündigte Sparmaßnahmen des Verbandes im Bereich der DFB-Auswahl.

"Trotz allen Kostenmanagements dürfen wir bei der A-Nationalmannschaft oder auch der U21, wo wirklich professionelle Arbeit notwendig ist und man Topkräfte engagieren muss, nicht einen Gang zurückschalten, nur weil die WM im eigenen Land vorbei ist", sagte Bierhoff weiter. Ungeachtet aller Hindernisse für seine Bemühungen um die Freigabe von Finanzmitteln für "Investitionen, die sinnvoll und begründet sind", durch bürokratische und administrative Vorschriften im DFB sei "das gemeinsame und klare Bekenntnis, den Weg, den wir für die WM eingeschlagen haben, konsequent weiterzugehen" wichtig.

Bierhoff drängt ins Verbandspräsidium

Zur besseren Vermittlung von Zielen der Nationalelf hofft Bierhoff für den nächsten DFB-Bundestag auf seine Aufnahme ins Verbandspräsidium. "Die Nationalmannschaft ist der große Geldbringer durch die TV-Rechte und die Sponsoren für den DFB, sie ist das Aushängeschild des Verbandes. Deshalb bin ich der Meinung, dass ein Vertreter im Präsidium sitzen sollte. Aber die Meinungen darüber sind im Vorstand geteilt."

Bierhoff plädierte über das Thema Nationalmannschaft hinaus für eine Abschaffung der Winterpause: "Das ist eine Entscheidung der Deutschen Fußball Liga und nicht des DFB. Ich selbst habe es 13 Jahre ohne Winterpause geschafft. Die Italiener sind ja auch ohne Winterpause Weltmeister geworden. Ich halte die Winterpause aus eigener Erfahrung für nicht so wichtig, auch weil sie zu kurz ist, um richtig zu regenerieren. Ich fände es viel wichtiger, den Spielern im Sommer eine längere Pause zu gönnen. Meine Philosophie lautet: Besser einmal vier Wochen richtig erholen als zweimal zwei Wochen."

© SID

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