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05.01.2007

16:00 Uhr

Fußball DFB

Deutscher Nachwuchs liegt Sammer am Herzen

DFB-Sportdirektor Matthias Sammer will die Jugendförderung weiter vorantreiben. Unter anderem müssten Leistungserfassung und medizinische Betreuung von der U15 bis zur A-Nationalmannschaft einheitlich geregelt werden.

Der fußballerische Nachwuchs bleibt im Fokus von DFB-Sportdirektor Matthias Sammer. Dabei stünden auch die Bundesliga-Trainer in der Verantwortung. "Wichtig ist, dass unsere Vereinstrainer, die ich als Eliteförderer bezeichne, unsere vom Nationalteam gesammelten und übermittelten Daten sauber umsetzen", sagte Sammer auf der Internetseite des Verbandes.

Zudem sei es perspektivisch entscheidend, "dass wir nicht nur von der Vorbild-Wirkung der WM 2006 und der Euphorie zehren, sondern dass wir nachhaltige Maßnahmen ergreifen und umsetzen. Dann entwickeln sich die Stars von morgen ganz von allein", erklärte der 39-Jährige weiter, der sich derzeit mit vier Junioren-Nationalteams von der U16 bis U19 in Doha/Katar im Wintertrainingslager aufhält.

Sammer setzt bei der Nachwuchsförderung auf ein ganzes Maßnahmenbündel, mit dem die Jugendlichen fit gemacht werden sollen für die Zukunft. "Ganz wichtig ist, dass wir bei der medizinischen Betreuung und Leistungserfassung ein einheitliches, durchgängiges System haben, vom Eintritt in die U15-Nationalmannschaft bis zum Übergang in den Erwachsenenbereich", sagte der Europameister von 1996.

Immer mehr junge deutsche Spieler

Man müsse "beharrlich weiter arbeiten, um bald wieder ein Ausrufezeichen zu setzen und ein wichtiges Jugendturnier zu gewinnen. Die DFB-Junioren sollen in der näheren Zukunft internationale Titel holen", sagte Sammer und fügte hinzu: "Es rücken wieder mehr junge deutsche Spieler nach, die auch qualitativ besser ausgebildet sind. Unsere Maßnahmen greifen, und die Leistungszentren der Vereine werden im Laufe der Zeit immer besser werden." Der U17-Jahrgang zähle bereits jetzt zu den Top-Mannschaften Europas.

Sammer, erster Sportdirektor in der 106-jährigen Geschichte des DFB, hatte im vergangenen Jahr ein Nachwuchskonzept erarbeitet, das unter anderem einheitliche Spielsysteme vorsieht. "In dem Team mit Joachim Löw, Oliver Bierhoff und Wolfgang Niersbach war und ist es von großem Vorteil, dass Experten aus unterschiedlichen Bereichen zusammengekommen sind, die ihre Aufgaben gut verteilt haben. Die Zusammenarbeit verläuft absolut reibungslos", sagte Sammer.

© SID

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