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06.01.2008

13:12 Uhr

Fußball DFB

DFB fordert 1,8 Millionen Euro von Robert Hoyzer

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird ab Mittwoch vor der 2. Zivilkammer des Landgerichts Berlin 1,8 Mill. Euro Schadensersatz von Skandal-Schiedsrichter Robert Hoyzer einklagen.

Auch wenn Robert Hoyzer bereits hinter Gittern sitzt, drohen dem Skandal-Schiedsrichter noch immer juristische Konsequenzen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) fordert ab Mittwoch vor der 2. Zivilkammer des Landgerichts Berlin eine Schadensersatz-Zahlung von 1,8 Mill. Euro ein, nachdem Hoyzer im Rahmen des Strafverfahrens am 17. November 2005 bereits zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt worden war.

Bereits kurz nach Bekanntwerden des Manipulations-Skandals im Januar 2005 hatte DFB-Präsident Theo Zwanziger mit Hinweis auf "aus der Gemeinnützigkeit des DFB resultierende Pflichten" zivilrechtliche Schritte gegen Hoyzer angekündigt. Am 19. April 2007 wurde Klage beim Landgericht Berlin eingereicht. Nun wurde für Mittwoch zur Güte- und mündlichen Verhandlung geladen.

Zwanziger wird in Berlin nicht vor Ort sein. Der DFB wird vertreten durch seinen Vize-Präsidenten Recht, Rainer Koch, durch Anwalt Christoph Schickhardt und DFB-Justiziar Jörg Englisch.

Hoyzer soll nicht an seiner Vermarktung verdienen

Der Betrag von 1,8 Mill. Euro setzt sich im Wesentlichen zusammen aus zu Unrecht erhaltenen Schiedsrichter-Honoraren, Verfahrenskosten, Aufwendungen für den notwendig gewordenen außerordentlichen DFB-Bundestag am 28 April 2005 in Mainz und den Zahlungs-Verpflichtungen des DFB aus dem mit dem Hamburger SV geschlossenen Vergleich als Folge des von Hoyzer manipulierten DFB-Pokal-Spiels beim SC Paderborn. Letztere machen mit einem Teilbetrag von rund 1,5 Mill. Euro den größten Teil der Klageforderung aus.

Der inhaftierte Hoyzer wird die Summe nicht zahlen können. Mit der Zivilklage will der DFB verhindern, dass Hoyzer an dem Verkauf von Buch- oder TV-Rechten verdient. Im Falle einer Verurteilung müsste Hoyzer das Geld in diesem Fall an den DFB weiterleiten.

© SID

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