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14.03.2006

10:16 Uhr

Fußball DFB

DFB nimmt Steffen Karls Trainerjob unter die Lupe

Der aufgrund des Wettskandals gesperrte Spieler Steffen Karl hat das Traineramt beim sächsischen Landesligisten VfB Chemnitz übernommen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will prüfen, ob Karl den Trainerjob antreten darf.

Der verurteilte Ex-Profi Steffen Karl ist als Trainer wieder im deutschen Fußball aufgetaucht. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) prüft jedoch Karls neuen Job, da er wegen seiner Verwicklung in den Wett- und Manipulationsskandal um Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer rechtskräftig vom Landgericht Berlin zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war. "Der sächsische Fußball-Verband hat uns informiert. Wir werden den Sachverhalt gründlich, aber ohne Druck prüfen", sagte DFB-Mediendirektor Harald Stenger auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes (sid).

Der ehemalige Bundesliga-Profi Karl war vom DFB nach seinem Geständnis für acht Monate bis zum 22. August als Spieler gesperrt worden. Nun wurde er beim sächsischen Landesligisten VfB Chemnitz vorerst bis Saisonende als Trainer verpflichtet. Der Klub glaubt, richtig gehandelt zu haben. "Steffen ist für sein Vergehen verurteilt worden. Er hat eine zweite Chance verdient", sagt Klubchef Stefan Gering.

Karl war wegen Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug in zwei Fällen zu einer neunmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Berlin hatte den Strafvollzug für vier Jahre auf Bewährung ausgesetzt. Karl hatte seine Verstrickung in den Wett- und Manipulationsskandal zugegeben.

© SID

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