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06.02.2006

11:26 Uhr

Fußball DFB

Klinsmann gibt sich versöhnlich

Egal, wer beim DFB Technischer Direktor wird, Bundestrainer Jürgen Klinsmann wird die Entscheidung des Präsidiums für oder gegen seinen Favoriten Bernhard Peters akzeptieren und "keine persönlichen Konsequenzen" ziehen.

Bundestrainer Jürgen Klinsmann geht nicht auf Konfrontation mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB). Falls das DFB-Präsidium am Mittwoch bei der außerordentlichen Sitzung in Frankfurt/Main gegen sein Modell mit Bernhard Peters als künftigem Technischen Direktor des Verbandes stimmen sollte, wird der 41-Jährige sein Engagement trotzdem fortsetzen. "Da wird nichts passieren. Ich werde keine persönlichen Konsequenzen ziehen. Was das Präsidium entscheidet, wird von uns akzeptiert", sagte der 41-Jährige im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Grundsätzlich fände Klinsmann es aber "sehr, sehr schade, wenn unser Modell abgelehnt würde". Zumal er weiter von der Lösung mit Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters überzeugt ist, auch wenn der nicht aus dem Fußball-Bereich kommt: "Es ist nicht nötig, ein Fußballer zu sein. Man muss strategisch denken, Konzepte entwickeln, in die Tiefe gehen. Da ist viel mehr Wissen über Management gefragt als über ein 4-4-2- oder 4-3-3-System. Es geht um die Entwicklung des Fußballs in Deutschland, da können wir von anderen Sportarten viel lernen."

Klinsmann schließt Doppellösung aus

Einer Doppellösung mit Peters und Matthias Sammer, die der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger ins Gespräch gebracht hat, erteilte der Bundestrainer eine Absage. "Verbände wollen keinem weh tun. Aber wenn es zwei oder drei Kandidaten gibt, muss man dem ein oder anderen auch absagen. Ich bin kein Freund dieser Zwischenlösungen, ich habe eine andere Denkweise."

Er wolle den Gesprächen am Mittwoch nicht vorgreifen und keinen weiteren Druck aufbauen: "Aber ich habe eine klare Linie. Und unser Modell ist das mit Peters." Dies habe er auch seinem ehemaligen Nationalmannschaftskollegen Sammer mitgeteilt.

© SID

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