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10.02.2006

17:15 Uhr

Fußball DFB

Klinsmann nimmt Abschied vom "Peters-Konzept"

Nach der Benennung von Matthias Sammer zum DFB-Sportdirektor glaubt Jürgen Klinsmann, dass das mit Bernhard Peters erarbeitete Konzept nicht umsetzbar sei. "Das hätte nur mit Bernhard funktioniert", so der Bundestrainer.

Jürgen Klinsmann macht weiterhin keine Kompromisse, wenn es um sein Konzept für den deutschen Fußball geht. Der Bundestrainer wird das mit seinem gescheiterten Wunschkandidaten Bernhard Peters erarbeitete Konzept mit dem zukünftigen DFB-Sportdirektor Matthias Sammer nicht umsetzen. "Das hätte nur mit Bernhard funktioniert, da er der intellektuelle Kopf des Konzeptes gewesen wäre. Sein Wissen wäre elementar gewesen in der Umsetzung vieler Ideen", erklärte Klinsmann in einem Interview mit dem Tagesspiegel.

Auf sid-Anfrage erklärte DFB-Mediendirektor Harald Stenger: "Wir haben die Aussagen zur Kenntnis genommen. Es gibt in den kommenden Tagen einigen Gesprächsbedarf."

Klinsmann sucht das Gespräch mit Sammer

Auf Nachfrage des Sport-Informations-Dienstes (sid) erklärte Klinsmann am späten Freitagabend: "Logischerweise wird es zu einem Gespräch mit Matthias Sammer in den nächsten Wochen kommen, in dem man die Dinge, die passiert sind, klar anspricht und vom Tisch räumt. Dies wird in erster Linie Oliver Bierhoffs Aufgabe sein, da er die Thematik Sportdirektor in den letzten Monaten sehr zeitaufwändig behandelt hat. Aber gönnen wir ihm noch ein paar wenige Tage Urlaub. Die WM-Vorbereitung wird überhaupt nicht gestört."

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte sich am Mittwoch für Sammer als neuen Sportdirektor entschieden und war damit nicht dem Wunsch von Klinsmann gefolgt. Hockey-Bundestrainer Peters soll stattdessen zum 1. Oktober dieses Jahres - möglicherweise als Doppelspitze mit Sammer - ein neues Angebot erhalten.

Calmund wird ganz schwindelig

Unterdessen hat WM-Botschafter Reiner Calmund die Entscheidung des DFB begrüßt. Der ehemalige Manager von Bayer Leverkusen hält Sammer für die "optimale Besetzung" auf dem Posten des Sportdirektors. "Da gibt es keine Diskussion, da muss ein Fußballer hin. Ich halte es für bedenklich, wenn man zu so einem verdienstvollen Spieler und Trainer sagt: Wir müssen die bittere Pille schlucken. Da wird es mir ganz schwindelig. Das ist für mich eine Diskriminierung dieser Person", erklärte Calmund in der DSF-Sendung Viererkette.

© SID

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