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23.03.2006

15:59 Uhr

Fußball DFB

Peters kann sich weiterhin DFB-Job vorstellen

Bernhard Peters kann sich weiterhin ein Engagement beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) vorstellen. Dabei macht der Hockey-Bundestrainer seine Entscheidung nicht von der Zukunft von Jürgen Klinsmann abhängig.

Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters wird seine Entscheidung über ein künftiges Engagement beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) unabhängig von der Zukunft des Bundestrainers treffen. "Ich würde es begrüßen und mich sehr freuen, wenn Jürgen Klinsmann auch nach der WM weiter als Bundestrainer arbeitet. Aber meine Entscheidung mache ich davon nicht abhängig", sagte der 45-Jährige in einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt.

In der kommenden Woche wird Peters erneut mit dem DFB verhandeln, nachdem der Verband im Februar nicht Klinsmanns Wunsch gefolgt war und statt des Hockey-Bundestrainers den ehemaligen Nationalspieler Matthias Sammer als Sportdirektor verpflichtet hatte. Dennoch kann sich Peters vorstellen, künftig an der Seite von Sammer beim größten Sportfachverband der Welt zu arbeiten.

"Sehen, ob wir zueinander finden"

"Ich stehe der ganzen Sache völlig offen gegenüber. Ich warte einfach mal, wie die Runde wird. Es gibt einige Ideen, die ich habe und auch vortragen werde. Wir müssen sehen, ob wir zueinander finden können", erklärte er und machte gleichzeitig deutlich: "Mein Wohl hängt jedenfalls nicht vom Deutschen Fußball-Bund ab. Ich habe bis Ende September noch wichtige Aufgaben im Hockey - und was dann passiert, wird sich zeigen. Neben der interessanten Sache Fußball gibt es zwei, drei weitere Optionen." Wichtig sei vor allem, dass sich in den Gesprächen zeige, "um welche Stelle es hier geht".

Dass die Verpflichtung eines Hockeyexperten in der deutschen Fußballzene zu größeren Irritationen führen wird, glaubt Peters nicht: "Unterschätzen Sie die Leute nicht, die sich für Fußball interessieren. Die haben alle ein feines Gespür. Ich bin ganz sicher, daß es sehr viele gibt, die offen für Innovationen sind und sich Gedanken darüber machen, wie die Sportart, für die sie schwärmen, optimiert werden kann. Ich habe nicht nur aus meinem Umfeld viel Zuspruch erhalten, sondern auch von Leuten, die aus dem Fußball kommen. Das hat mir zusätzlich gezeigt, dass die Idee, sportartenübergreifend zu arbeiten, so schlecht nicht ist."

"Es ist der Reiz des Neuen"

Ein Wechsel aus der eher beschaulichen Welt des Hockeys in die Glitzerwelt des Fußballs schreckt Peters jedenfalls nicht: "Es ist der Reiz des Neuen. Die Diskussion darf nicht allein auf die Tatsache reduziert werden, daß ich ein Hockeytrainer bin. Sehen Sie mich doch einfach nur als den Menschen Bernhard Peters, der Ideen hat, wie die Leistung in bestimmten Bereichen optimiert werden kann - und was dafür getan werden kann, den Teamgeist zu verbessern, der eine wichtige Voraussetzung dafür ist, am Ende im Sport Erfolg zu haben."

© SID

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