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14.03.2006

15:38 Uhr

Fußball DFB

Schiri Jansen macht Schluss

Trotz der Rehabilitation durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) hat der im Zuge des Hoyzer-Skandals kurzfristig unter Manipulationsverdacht stehende Schiedsrichter Jürgen Jansen am Dienstag seinen Rücktritt erklärt.

Jürgen Jansen hat einen Schlussstrich unter seine Schiedsrichter-Laufbahn im Profibereich gezogen: Der im Zuge des Hoyzer-Skandals kurzfristig unter Manipulationsverdacht stehende Unparteiische gab trotz der Rehabilitation durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) seine Bemühungen um eine Rückkehr in die Bundesliga auf. Am Dienstag erklärte der 45-Jährige aus Essen seinen Rücktritt.

"Mit nunmehr fast 46 Jahren musste ich feststellen, dass ich trotz regelmäßigem Training und großem Zeitaufwand auch wegen immer wieder auftretenden Verletzungen nicht in der Lage bin, die geforderten Kriterien zu erfüllen", erklärte Jansen nach einem Gespräch mit dem Schiedsrichter-Ausschussvorsitzenden Volker Roth.

Im Amateurfußball weiterhin aktiv

"Auch wenn ich noch etwas Zeit gehabt hätte, verzichte ich deshalb darauf, den vorgeschriebenen DFB-Leistungstest zu absolvieren. Hinzu kommt, dass ich seit Anfang Januar beruflich selbstständig bin und diese neue Herausforderung mit vollem Engagement angehe. Meine Entscheidung betrifft nur den Profifußball, im Amateurfußball werde ich weiterhin als Schiedsrichter aktiv sein", meinte Jansen.

Roth bedauerte die Entscheidung und will Jansen zukünftig beim DFB integrieren: "Wir blicken nach vorne und werden Jürgen Jansen in unsere Arbeit für die DFB-Schiedsrichter kurzfristig in verschiedenen Funktionen einbeziehen. Wir freuen uns, dass er diese neuen Aufgaben mit viel Elan angehen wird."

Jansen pfiff seit 1993 insgesamt 142 Bundesligaspiele. Die letzte Begegnung unter seiner Leitung war die Partie des FSV Mainz 05 gegen den 1. FC Nürnberg (0:1) am 11. Dezember 2004.

© SID

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