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22.01.2008

11:08 Uhr

Fußball DFB

"Torstreit von Dattenfeld" geht in die heiße Phase

Die Beteiligten im "Torstreit von Dattenfeld" erwarten am Mittwoch in der Verhandlung vor dem DFB-Bundesgericht ein Exempel. Streitpunkt sind die Tore in Dattenfeld, die die vorgegebene Höhe unterschreiten sollen.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am Mittwoch im "Torstreit" von Dattenfeld einen ungewöhnlichen Fall auf dem Tisch. Verhandelt wird ab 12.00 Uhr vor dem DFB-Bundesgericht das Verfahren zwischen den beiden Oberligisten Germania Dattenfeld und SV Straelen. Streitpunkt sind die Maße der Tore, die im Punktspiel am 12. August 2007 die vorgegebene Höhe von 2,44 Metern um ganze 22 Zentimeter unterschritten haben sollen.

"Ich gehe davon aus, dass am Mittwoch ein Exempel statuiert wird. Ich kann mir vorstellen, dass der DFB bei den Maßen für die Zukunft zumindest einen Toleranzwert festsetzen wird, damit so etwas nicht wieder vorkommt", sagte Straelens Fußball-Abteilungsleiter Norbert Peters dem Sport-Informations-Dienst (sid).

DFB nimmt den Fall ernst

Der DFB nimmt die Sache auf jeden Fall ernst. Vorsitzender Richter bei der mündlichen Revisionsverhandlung in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main ist erstmals der beim Bundestag 2007 in dieses Amt gewählte frühere Chefjustiziar Goetz Eilers.

Die Verhandlung ist der Endpunkt eines nun fast ein halbes Jahr währenden Streits. Straelen hatte das Spiel mit 0:4 in Dattenfeld verloren und anschließend Einspruch eingelegt. Doch der Einspruch war vor der Verbandsspruchkammer des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes (Wflv) in erster Instanz als unbegründet zurückgewiesen worden. Bei der Berufung bekam Straelen vor dem Wflv-Verbandsgericht zwar recht, doch gegen die Neuansetzung des Spiels ging schließlich Dattenfeld in Revision.

"Es ist schade, dass es überhaupt so weit kommen musste. Aber wir konnten das erste Urteil nicht akzeptieren, weil wir für einen Missstand von Dattenfeld auch noch bestraft worden sind. Wir haben uns geärgert, weil wir sogar die Verfahrenskosten zahlen mussten", erklärte Peters: "Der Schiedsrichter Frank Perschke hätte das Spiel gar nicht anpfeifen dürfen - zumal die Tore ausziehbar waren. Die hätte man in kurzer Zeit auf das richtige Maß stellen können."

Das abschließende Urteil hat auf jeden Fall auch sportliche Brisanz. Dattenfeld belegt Platz 15, Straelen liegt auf Rang 18 am Schluss der Tabelle. "Ein Wiederholungsspiel wäre aus unserer Sicht natürlich sinnvoll", meinte Peters. Ob es zu der Neuansetzung am 10. Februar kommt, muss nun das DFB-Bundesgericht entscheiden. Fest steht: Eine Woche später treffen beide Klubs im Rückspiel in Straelen aufeinander. Peters kündigte Dattenfeld einen "heißen Tanz" an: "Dann wird es nicht mehr vor Gericht, sondern auf dem Rasen heiß hergehen."

© SID

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