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02.01.2007

15:32 Uhr

Fußball DFB

Zwanziger mahnt Profis zu vorbildlichem Verhalten

Dr. Theo Zwanziger sieht die originären Werte des Fußballs durch die Kommerzialisierung gefährdet. Deshalb hat der Präsident des DFB die Profis an ihre Vorbild-Funktion für Kinder und Jugendliche erinnert.

Wenn es nach Dr. Theo Zwanziger geht, sollten die Profis gute Vorsätze in Sachen sozialem Verhalten fassen. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bund hat die Spieler zu Beginn des neuen Jahres an ihre Vorbild-Fuktion für Kinder und Jugendliche erinnernt. "Der Fußball muss besonders aufpassen, dass nicht nur über Geld gesprochen wird. Den Spielern kommt dabei eine besondere Verantwortung zu. Sie sind Idole für Mill. von Kindern. Dehalb bitte ich die Spieler, sich noch mehr ihrer Vorbild-Funktion bewusst zu sein. Für die Kinder ist es unwichtig, ob ein Spieler viel oder wenig Geld verdient. Für sie ist es wichtig, dass ein Profi glänzend Fußball spielen kann, sich im Alltag normal und freundlich verhält und sie selbst so mal werden möchten", schrieb Zwanziger in einem Beitrag zum Jahreswechsel für das Fachmagazin kicker.

Gleichzeitig bekräftigte der DFB-Chef die Unterstützung seines Verbandes bei der anstehenden Präsidenten-Wahl auf dem Kongress der Europäischen Fußball-Union (Uefa) für den schwedischen Amtsinhaber Lennart Johansson in der voraussichtlichen Kampfabstimmung gegen Frankreichs Idol Michel Platini: "Das wird wohl nicht mehr zu verhindern sein. Der DFB bekennt sich zu Lennart Johansson, der für eine stabile Uefa steht."

Zwanziger warnte vor dem Hintergrund der Wahlen vor der drohenden Spaltung der Uefa in zwei Lager. "Gleich, wer gewinnt, es wird anschließend ein Stück Zerrissenheit aufzuarbeiten sein. Die Spaltung könnte im ungünstigsten Fall durch die Administration gehen und sich auch unter den Nationalverbänden fortsetzen. Das ist negativ für den Fußball in Europa und für den Stellenwert der Uefa bei wichtigen, gerade den Fußball betreffenden Fragen der EU. Dort haben wir noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, damit die EU und die Staaten anerkennen, dass der Sport über das Geldverdienen hinaus eine solidarische Funktion hat. Das in einem gespaltenen Verband umzusetzen, ist für den Fußball schwierig. Ich bin traurig, dass es zu dieser Konstellation kommt", meinte der DFB-Präsident.

© SID

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