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20.01.2011

13:30 Uhr

Fußball DFL

DFL warnt bei Finanzen vor Vergleich mit Ausland

Die finanzielle Lage der deutschen Profi-Klubs wurde von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert als "gut" eingestuft. Er warnt aber davor, andere Ligen als Referenz zu nehmen.

Christian Seifert bewertet die gute finanzielle Situation deutscher Klubs mit Vorsicht. Foto: SID Images/Firo SID

Christian Seifert bewertet die gute finanzielle Situation deutscher Klubs mit Vorsicht. Foto: SID Images/Firo

Geschäftsführer Christian Seifert von der Deutschen Fußball Liga (DFL) hat die finanzielle Lage deutscher Profi-Klubs im Vergleich zu anderen europäischen Ligen als "gut" eingestuft. Man sollte andere Ligen aber nicht zum Maßstab nehmen. "Weniger Verluste als andere zu machen, ist nur ein relativ schwacher Erfolg", sagte der 41-Jährige dem Kicker.

Wie Seifert betonte, sei die vorgenommene Verschärfung des Lizenzierungsverfahrens ein Grund für erfolgreichen Lizenzfußball in Deutschland. Sowohl das Nachlizenzierungsverfahren im Oktober als auch Leistungswerte der Saison 2009/2 010 hätten gezeigt, dass ein strengeres Prozedere sinnvoll sei.

Der DFL-Geschäftsführer verteidigte den neu eingeführten Zwangsabbau des Negativkapitals, der zehn Prozent in der ersten Liga und fünf Prozent in Liga zwei beträgt. Diese Maßnahme sei das Ergebnis einer Arbeitsgruppe sowie das einstimmige Votum der Klubs, die einem entsprechenden Antrag des Ligaverbandes zugestimmt hätten.

Situation in München "nicht unüblich

Dass in diesem Zusammenhang Rekordmeister Bayern München dem finanziell angeschlagenen Zweitligisten 1 860 München die Stadionmiete stundet, sieht Seifert nicht als Wettbewerbsverzerrung an. Das sei ein "nicht unüblicher Vorgang", sobald ein Unternehmen in eine schwierige Situation gerate. Man könne nicht jeden wirtschaftlichen Austausch zwischen Klubs als Wettbewerbsverzerrung titulieren. Das funktioniere allein schon nicht wegen der Notwendigkeit eines Transfermarktes.

Im Zuge des Verkaufs von Luiz Gustavo an Bayern München warnte Seifert davor, die 50+1-Regel als überflüssig zu bezeichnen. Ein Wegfall dieser Regel hätte fatale Auswirkungen. Klubs könnten kein Interesse an einer Liga haben, deren Wettbewerb "verzerrt" und "entwertet" werde durch "unseriöse und fragwürdige Geldgeber", denen sich manche Klubs in Notsituationen zuwenden könnten.

© SID

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