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13.12.2015

08:00 Uhr

Fußball-EM 2016

Glückslos für die deutschen Weltmeister

Quelle:dpa

Der Fußball-Nationalmannschaft bleibt das Losglück bei großen Turnieren erhalten. Die deutschen Weltmeister spielen in der leichtesten Gruppe und können auf einen ebenfalls leichten Gegner im Achtelfinale hoffen. 

Bundestrainer Joachim Löw (r) bei der Auslosung in Paris. Foto: Christian Charisius dpa

EM-Auslosung

Bundestrainer Joachim Löw (r) bei der Auslosung in Paris. Foto: Christian Charisius

ParisSchon wieder ein Duell mit Robert Lewandowski, zwei Turnierpremieren und eine frühe Rückkehr in das Stade de France: Deutschlands Fußball-Weltmeister haben mit der Ukraine, Polen und Nordirland leichte EM-Vorrundengegner erwischt.

Die Qualifikation für die K.o.-Runde ist für Joachim Löw bei der nächsten Titelmission ohnehin eine Selbstverständlichkeit. „Unsere Gruppe ist für uns machbar, klar. Wir sind Favorit, diese Rolle nehmen wir an, das ist unser Anspruch. Die Gegner kennen wir, Polen natürlich besser als die Ukraine und Nordirland. Jetzt gilt es, die absolute Aufmerksamkeit auf jeden Gegner zu richten”, sagte der Bundestrainer nach der Loszeremonie im Pariser Palais des Congrès.

Besonders emotional wird das zweite Gruppenspiel am 16. Juni gegen Polen werden, wenn Deutschland sieben Monate nach der Terrornacht vom 13. November in das Stade de France in St. Denis zurückkehrt. „Das wird sicher nicht aus den Köpfen raus sein, was da alles passiert ist. Das wird man immer in Erinnerung haben. Das kann man vielleicht ein bisschen verdrängen. Aber irgendwann wird man damit wieder konfrontiert, wenn man nach Paris kommt. Ich denke aber nicht, dass es ein Nachteil ist, in dem Stadion zu spielen”, sagte Löw.

EM-Auslosung in Paris: Das ist die deutsche Gruppe

EM-Auslosung in Paris

Das ist die deutsche Gruppe

Das Losglück bleibt Deutschland treu! Bei der Auslosung zur Europameisterschaft 2016 hätte der Weltmeister auf Italien treffen können, am Ende waren es lösbarere Gegner. Die Italiener erwischten eine Hammer-Gruppe.

Auch sportlich steht dann die schwerste Aufgabe in der Gruppenphase an. Wie schon in der Qualifikation für Frankreich gilt es, gegen das Team von Superstar Lewandowski zu bestehen. Im Oktober 2014 gab es ein bitteres 0:2 in Warschau, im Rückspiel standen Thomas Müller und Co. deshalb richtig unter Druck - und lösten die Aufgabe mit 3:1.

Die Stimmen zur EM-Auslosung

Jogi Löw

„Es heißt vom ersten Spiel weg konzentriert zu sein. Polen hat eine große Qualität, aber auch die Nordiren und die Ukraine können mit ihrer Verteidigung und Konter-Spiel unangenehm werden. Wir sind Favorit und wollen die Gruppe gewinnen.“

Oliver Bierhoff

„Wir haben sicher Glück gehabt. Wir wollten Italien unbedingt vermeiden. Aber natürlich müssen wir unsere Gruppengegner ernst nehmen. Nordirland ist mein persönlicher Favorit. Da habe ich mal den schnellsten Hattrick geschossen.“

Thomas Müller

„Ich bin zufrieden mit unserer EM-Gruppe. Lewy, halt Dich zurück gegen uns!“

Zum Auftakt kommt es am 12. Juni in Lille im Norden Frankreichs zu einer EM-Premiere. Gegen die Ukraine hat Deutschland noch nie bei einem Turnier gespielt. „Die Ukraine hat sehr wenige Gegentore bekommen. Sie legen sehr viel Wert auf Defensive und Konterspiel. Damit müssen wir uns sicher auseinandersetzen”, warnte Löw.

Vor der Auslosung gab es einen Show-Teil. Foto: Yoan Valat dpa

Show

Vor der Auslosung gab es einen Show-Teil. Foto: Yoan Valat

Der letzte Gruppengegner Nordirland, der am 21. Juni im Pariser Prinzenpark das DFB-Team fordern wird, war sogar noch nie bei einer EM. Die letzten Pflichtspiele gegen die Briten datieren aus den frühen 80er Jahren, als die Nordiren einen bis heute gültigen Rekord aufstellten und als einziges Team Deutschland in einer Qualifikationsrunde zweimal besiegten.

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