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12.01.2008

13:43 Uhr

Fußball EM

Deutsche Fans teilen sich 14 400 Vorrunden-Tickets

Lediglich 14 400 Eintrittskarten für deutsche EM-Vorrundenspiele gehen in den freien Verkauf auf www.dfb.de. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund drei Tage vor Beginn des Verkaufsstarts am Dienstag mit.

Der vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) organisierte freie EM-Ticket-Verkauf für die deutschen Vorrundenspiele gegen Polen, Kroatien und Co-Gastgeber Österreich umfasst lediglich 14 400 Eintrittskarten. Das teilte der DFB drei Tage vor Beginn des Verkaufsstarts mit. Das Ticket-Portal auf www.dfb.de wird am Dienstag um 10:00 Uhr geöffnet und schließt am 12. Februar 2008 um 24:00 Uhr.

Der Verband erhält lediglich 21 765 Karten für seine drei Vorrundenspiele - und zwar für alle Bereiche. "Jeder wird verstehen, dass wir aus diesen doch sehr kleinen Kontingenten unsere Gremien, die Bundesliga-Vereine, die Landesverbände, die Sponsoren und nicht zuletzt die Nationalspieler bedienen", erklärte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach: "Da sind schon erhebliche Kürzungen nötig. Aber es freut uns doch, dass wir immerhin einen Anteil von 70 Prozent einsetzen können für den Fan Club Nationalmannschaft, die Fan-Beauftragten und Fan-Projekte sowie eben alle anderen Gruppen." Für die Spiele ohne deutsche Beteiligung erhält der DFB keine Eintrittskarten. Diese wurden bereits im zurückliegenden Jahr über www.uefa.com abgesetzt.

Jeder Interessent kann im Online-Verfahren, das sich schon beim Ticketing der WM 2006 bewährt hat, maximal vier Karten bestellen, muss dabei seine eigenen persönlichen Daten und die seiner Begleitpersonen angeben. Die Karten werden bei einer Auslosung unter notarieller Aufsicht bis Ende Februar 2008 zugeteilt - "und zwar nur für ein Spiel, um so möglichst vielen Besuchern die Chance zu geben, live bei einem EM-Spiel dabei zu sein", wie der DFB mitteilte.

Gleiches gilt für die möglichen Spiele des deutschen Teams im Viertelfinale, Halbfinale und Finale, wobei hier statt der Tickets sogenannte "Voucher" zugelost werden, die im Falle der Qualifikation für die entsprechende Turnierphase am jeweiligen Spielort gegen Original-Eintrittskarten eingetauscht werden. Hier stünden dem DFB weitere 22 000 Karten zur Verfügung, die wiederum zu etwa 70 Prozent (also rund 15 000) in den öffentlichen und zu 30 Prozent in den internen Verkauf kommen. Der zeitliche Eingang der Bestellung spielt keine Rolle.

Die Preise bewegen sich zwischen 45 Euro in der Karten-Kategorie drei in der Vorrunde und 550 Euro für eine Topkarte beim Finale in Wien. Für jede Karte fällt eine Verkaufsgebühr von fünf Prozent an, hinzu kommt für jede Bestellung eine Gebühr von 20 Euro für die Bearbeitung und den Versand. Der Gesamtpreis wird sofort nach der Zuteilung in Rechnung gestellt, auch für die Voucher. Sollte sich jedoch die deutsche Nationalmannschaft nicht für weitere EM-Begegnungen qualifizieren, werden die einbezahlten Gelder innerhalb von acht Tagen zurückerstattet. "Auch dieses Verfahren", so Wolfgang Niersbach, "hat sich nicht nur bei der WM, sondern auch bei zurückliegenden Turnieren bewährt."

Für die Spiele gegen Polen (8. Juni) und Kroatien (12. Juni) im Wörthersee Stadion Klagenfurt, das eine Kapazität von 30 000 Plätzen aufweist, erhält der DFB von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) jeweils 5 722 Karten, für das dritte Vorrundenspiel gegen Österreich (16. Juni) im Wiener Ernst-Happel-Stadion mit einem Fassungsvermögen von 50 000 Besuchern, 10 321 Karten.

"Bei der WM 1990 waren bis zu 50 000 Fans in Mailand", meint Niersbach: "Diese und noch höhere Zahlen könnten wir leicht erzielen. Doch die Stadien in Österreich und in der Schweiz sind nun einmal nicht größer."

© SID

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