Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.05.2016

09:28 Uhr

Fußball-EM

Es kann nur 23 geben

Bundestrainer Joachim Löw muss seinen Kader für die Europameisterschaft verkleinern. Heute platzt für vier Spieler der Traum von Frankreich. Wen soll Löw in den Urlaub schicken? Hier geht's zu unserer Umfrage.

Für vier Spieler endet heute das Abenteuer Nationalmannschaft. dpa

Trainingslager

Für vier Spieler endet heute das Abenteuer Nationalmannschaft.

AsconaTag der Entscheidung und offene Türen für fußballbegeisterte Kinder im Trainingscamp im Tessin: Bis Dienstag, 24.00 Uhr, muss Joachim Löw die 23 Namen seines endgültigen EM-Kaders bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) melden. Am Abend wird das endgültige Frankreich-Aufgebot vor 350 eingeladenen Kindern aus Vereinen und Schulen der Südschweizer Region trainieren.

„Alle Spieler, die in der ersten Woche hier gearbeitet haben, besitzen ein gutes Niveau“, sagte Bundestrainer Löw nochmals, bevor er vier Akteure aus dem bisherigen Kreis nach Hause schicken muss. Dabei betonte der 56-jährige Löw: „Die Gesamteindrücke der letzten Wochen und Monaten werden entscheiden, dazu die aus den Trainingseinheiten hier und aus dem Spiel gegen die Slowakei.“

Welcher Defensivspieler soll auf keinen Fall mit zur EM fahren?

Auch Informationen der medizinischen Abteilung und der Fitnesstrainer hat Löw nochmals eingeholt, ob und wann die derzeit noch nicht voll belastbaren Spieler Bastian Schweinsteiger, Mats Hummels, Marco Reus und Karim Bellarabi hundertprozentig zur Verfügung stehen. Die anspruchsvolle EM-Aufgabe beginnt am 12. Juni in Lille gegen die Ukraine. Der DFB-Chefcoach muss alle Risiken abwägen. „Wir haben ein großes Ziel im Sommer, da muss jeder bei 100 Prozent sein“, erklärte Weltmeister Mario Götze.

Welcher Offensivspieler soll auf keinen Fall mit zur EM fahren?

Das junge Quartett Leroy Sané (Schalke), Joshua Kimmich (FC Bayern), Julian Weigl (BVB) und Julian Brandt (Leverkusen) geht mit Außenseiterchancen in das letzte Auswahlverfahren zwölf Tage vor dem EM-Auftakt. „Ich hoffe natürlich, dass ich dabei bin“, meinte der Schalker Sané (20), der in der Jugend-Abteilung als Favorit auf ein Frankreich-Ticket gilt. Doch auch die anderen wollen mit. „Ich habe versucht, alles reinzuwerfen. Ob's gelungen ist, müssen anderer entscheiden“, bemerkte der Dortmunder Mittelfeldspieler Weigl. „Alle vier haben Qualitäten, mit denen sie eine große Zukunft haben“, verteilte Löw schon Komplimente für die Zeit nach der EM.

Wie bewerten Sie den aktuellen EM-Kader?

Die vier gestrichenen Spieler werden nach der Entscheidung direkt in ihre Heimatorte oder in den Urlaub reisen. Die anderen Akteure sollen um 17 Uhr in Ascona die Vorbereitung auf die EM-Endrunde vom 10. Juni bis 10. Juli mit einem öffentlichen Training für Kinder und Jugendliche fortsetzen. Champions-League-Sieger Toni Kroos wird nach einer kurzen Erholungsphase in den kommenden Tagen zum Team stoßen.

„Wir können uns nicht nur auf unsere Stärken verlassen, wir müssen schon auch speziell in unserem Charakter und in unserer Mentalität das an den Tag legen, was uns in der Vergangenheit stark gemacht hat“, betonte Mittelfeld-Organisator Sami Khedira.

EM-Kader - Die Argumente von Jogi Löw

Jungstars

Bundestrainer Joachim Löw hat die Nominierung von gleich vier Youngstern für seinen vorläufigen Kader für die EM in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) mit den teilweise „überragenden Qualitäten“ von Julian Brandt, Joshua Kimmich, Leroy Sané und Julian Weigl begründet.

Julian Brandt (Bayer Leverkusen/0)

„Julian ist technisch sehr gut und schnell. Er kann auf engen Räumen hervorragend nominieren und hat zuletzt einige Tore gemacht, also einen guten Lauf.“

Joshua Kimmich (Bayern München/0)

„Joshua kann in der Abwehr, auf der Sechs und außen spielen. Er hat bei Bayern auf hohem Niveau trainiert und gespielt, teilweise sogar in der Champions League.“

Leroy Sané (Schalke 04/1 Länderspiel)

„Leroy hat außergewöhnliche Fähigkeiten. Er kann etwas Besonderes ins Spiel bringen.“

Julian Weigl (Borussia Dortmund/0)

„Julian spielt im Mittelfeld eine sehr gute Rolle bei Borussia Dortmund. Er hat eine unglaubliche Übersicht, ist sehr ball- und passsicher.“

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×