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15.01.2008

12:31 Uhr

Fußball EM

Löw sieht Podolskis Situation als "unbefriedigend"

Die EM naht, doch Nationalspieler Lukas Podolski fristet bei Bayern München weiter nur ein Reservistendasein. "Seine aktuelle Situation ist unbefriedigend", sorgt sich auch Bundestrainer Joachim Löw.

Nicht nur Lukas Podolski selbst, auch Bundestrainer Joachim Löw verschafft das Reservistendasein seines Nationalspielers beim deutschen Rekordmeister Bayern München derzeit Kopfzerbrechen. "Lukas merkt man an, dass er unbedingt spielen will. Klar ist doch, dass seine aktuelle Situation unbefriedigend ist", sagte der Chefcoach des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) dem Kölner Express (Dienstag-Ausgabe).

Er mische sich zwar in Klubangelegenheit nicht ein, "aber auf Ewigkeit ist diese Situation nicht glücklich für Lukas. Er hat gesagt, dass er jetzt noch einmal Gas geben wird. Und dann muss man sehen, wie es im Sommer für ihn weitergeht".

Podolski: "Dann muss ich mir Gedanken machen"

Auch Podolski selbst äußerte sich zu seiner Zukunft. "Wenn die Rückrunde für mich so verlaufen sollte wie die Hinrunde, dann muss ich mir Gedanken machen. Dann muss ich intensiv nachdenken, wie und wo es für mich weitergeht", sagte der 22 Jahre alte Stürmer der Bild-Zeitung (Dienstag-Ausgabe).

Derzeit absolviert Podolski im Trainingslager der Münchner in Marbella nach überstandener Grippe nur ein eingeschränktes Programm. Am Mittwoch soll "Poldi" wieder voll ins Training einsteigen, bis zum Beginn der Rückrunde will er dann fit sein - und vor allem will er spielen, um seinen Platz in der Nationalmannschaft für die Euro 2008 in Österreich und der Schweiz nicht zu gefährden.

Auch unter Klinsmann "keine Garantie"

"Ich kann nicht zufrieden sein, wenn ich nur auf der Bank sitze. Auch wenn es die Bank der Bayern ist. Ich gebe jetzt Gas in der Vorbereitung und in der Rückrunde. Wenn das nicht hilft, muss ich für mich neu entscheiden", sagte er.

Selbst vom künftigen Bayern-Coach und ehemaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann, der im Sommer die Nachfolge von Ottmar Hitzfeld antritt, erwartet Podolski nicht unbedingt einen Vorteil: "Es gibt ja auch dann keine Garantie für mich." Der Vertrag des ehemaligen Kölners beim deutschen Rekordmeister läuft noch bis 2010.

Löw macht Bayer-Torwart Adler Hoffnungen

Hoffnungen auf eine mittelfristige Berufung in die Nationalmannschaft machte Löw indes Torwart Rene Adler vom Bundesligisten Bayer Leverkusen. "In allen unseren Beobachtungen hat er einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Aber er muss sich noch gedulden und steht hinten an. Aber er hat sehr gute Voraussetzungen, um den Sprung zu schaffen", sagte der 47-Jährige dem Express.

Der Bayer-Schlussmann, der am Dienstag sein 23. Lebensjahr vollendete, wurde vor kurzem in einer Umfrage des Fachblattes kicker unter den Bundesliga-Profis zum besten Torwart der Hinrunde gewählt. Mit 35,8 Prozent der Stimmen verwies er Nationaltorwart Robert Enke (Hannover 96/28,0) und Frank Rost (Hamburger SV/11,4) auf die nächsten Ränge.

© SID

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